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Stein-Aspekt · Kaufen

Onyx kaufen - Verwechslungen mit Obsidian, Schörl, Gagat und gefärbten Imitaten

Was beim Onyx-Kauf wichtig ist - natürlich entstandener schwarzer Onyx ist selten. Vorsicht vor gefärbten Chalcedonen, Achaten und Basalten. Plus die wichtigsten Verwechslungs-Kandidaten.

Lesezeit ~6 Min Aktualisiert 9. Juni 2026 Zur Onyx-Übersicht
Onyx - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

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Selten

Natürlicher schwarzer Onyx ist selten - der Markt füllt mit gefärbten Imitaten.

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Verwechslung

Häufigste Doppelgänger: Obsidian, schwarzer Turmalin (Schörl), Gagat.

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Erkennung

Mohshärte 6,5–7, Dichte 2,58–2,64, undurchsichtig mit samtigem Schimmer.

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Wie erkennt man einen echten Onyx?

Da gebänderter Achat, unstrukturierter Chalcedon, und somit auch Onyx zu den Quarzen gehören, verschwimmen hier oft die Grenzen auf dem Markt. Die schwarze Varietät des Chalcedons, aber auch des Achats, tragen im Handel gleichermaßen oft die Bezeichnung “Onyx”. Ebenso zählt ein Onyx-Lagenstein dazu, der eigentlich ein schwarz-weiß gebänderter Achat ist. Echter Onyx stammt beispielsweise aus Brasilien, Argentinien, Mexiko, Madagaskar oder Indien. Onyx-Lagensteine kommen als Achate ebenfalls aus Brasilien oder Madagaskar, werden aber auch in Uruguay und in den USA abgebaut.

Optische Kriterien

Für das ungeschulte Auge ist ein echter Onyx oft nicht von Imitationen zu unterscheiden. Die charakteristisch schwarze Färbung hat meistens eine undurchsichtige Transparenz mit einem samtigen Schimmer. Graue bis anthrazitfarbene Schichten können jedoch manchmal auch leicht durchscheinende Streifen bilden, die auf einen echten Onyx schließen lassen.

Allerdings kann man nur nach einer mineralogisch-gemmologischen Untersuchung wirklich sicher sein, denn schon die Römer konnten unattraktive Achate schwarz einfärben. Deshalb ist die Gefahr der Verwechslung mit anderen schwarzen Mineralien sehr groß.

Bestimmungsmerkmale

Um Onyx von anderen schwarzen Kandidaten zu unterscheiden, helfen verschiedene, spezifische Merkmale in einer Laboruntersuchung weiter. So besitzt Onyx beispielsweise eine Mohshärte von 6,5 bis 7 und eine Dichte von 2,58 bis 2,64, die jedoch keine zweifelsfreie Bestimmung gegenüber Achaten zulassen, deren Härte von 7 und Dichte von 2,6 im selben Bereich liegen. Ebenso ist der unebene, muschelige Bruch mit nicht vorhandener Spaltbarkeit und die weiße Strichfarbe hier nicht zielführend, da natürlich beide Quarzmitglieder auch in diesen Bereichen identisch sind.

Achtung - künstlich gefärbt!

Da natürlich entstandener, schwarzer Onyx eher selten vorkommt, aber als Schmuckstein sehr beliebt ist, hilft der Handel nach. Um die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage zu verringern, taucht so mancher Schmuckstein als “Onyx” auf dem Markt auf, der in Wirklichkeit ein künstlich eingefärbter Chalcedon, Achat oder Basalt (Vulkangestein) ist. Der seriöse Handel wird dies natürlich kennzeichnen, denn der Unterschied ist optisch nicht erkennbar.

Industrie oder Handwerk?

Im Bereich der dekorativen Schmuckgestaltung hat die Verwendung von manipulierten Schmucksteinen, bei vorhandener Aufklärung, sicherlich seine Berechtigung. Allerdings sind diese künstlich gefärbten Exemplare nicht mehr als Heilsteine geeignet.

In der Schmuckindustrie sind günstige Alternativen zum seltenen Natur-Onyx natürlich willkommen. Sie gewährleisten eine optisch gleichbleibende Qualität, die bei Massenware unabdingbar ist. Das Goldschmiede-Handwerk und seine Kundschaft haben allerdings andere Ansprüche und bevorzugen natürlich echten Onyx. So entstehen hier auch heute noch traditionelle Onyx-Gemmen (Schnitzereien im Stein) für dekorative Anhänger und individuelle moderne und traditionelle Kreationen.

Onyx für den Herrn von Welt

Ganz besonders beliebt war und ist Onyx immer schon in Herrenschmuck-Kreationen. Hier entstehen beispielsweise Herrenringe (auch Siegelringe), Uhren oder Manschettenknöpfe oft im schlichten Design, bei denen Onyx eine Hauptrolle spielt. Mitspieler sind klassischerweise die Edelmetalle 925er Sterlingsilber oder Weißgold, die dem samtig matten Onyx-Schwarzton noch zusätzlich eine kühle Eleganz verleihen. Prächtiger wirkt er jedoch in einer Goldfassung, die meistens ebenfalls in der Gestaltung eher schlicht gehalten ist.

Eine irreführende Bezeichnung

Der sogenannte “Onyx-Marmor” ist ein grün, gelb oder braun gebänderter Aragonit-Calcit. Dieses “Kalkgestein” ist deutlich weicher als Onyx, der wiederum zur großen Mineralgruppe der Quarze gehört. Die Kombination der beiden wohlklingenden und sehr bekannten Namen “Onyx” und “Marmor” erweckt bei Unkundigen den Eindruck eines wertvollen Schmucksteins. Aber in Wirklichkeit kommt verschieden farbig gebänderter Aragonit-Calcit recht häufig vor und hat nichts mit dem schwarzen Chalcedon “Onyx” zu tun. Das marmorierte Kalkgestein ist fraglos ein sehr attraktiver Dekorationsstein, doch seine Bezeichnung ist für eine unwissende Kundschaft als mindestens “irreführend” einzustufen.

Chalcedon + Sarder + Onyx = Sardonyx (Sard-Onyx)

Diese Chalcedon- bzw. Onyx-Varietätzeigt sich in schwarzen (Onyx), weißen (Chalcedon) und bräunlichen bis rötlichen (Sarder bzw. Karneol) Tönen, die oft ineinander “verschlungene” Farbenverläufe präsentieren. Dabei zählt man Exemplare mit einer schwarzen Onyx-Bänderung oft auch zu den Achaten. Sardonyx kommt meistens in braun-weißer und braunrot-weißer Bänderung vor, wobei das Braun auch ein tiefes Onyx-Schwarz erreichen kann. Dann wird die Unterscheidung schwierig.

Sardonyx als Heilstein

Laut der modernen Steinheilkunde soll die mehrfarbige Onyx-Varietät die Eigenschaften der jeweils enthaltenen Mineralien widerspiegeln. Auch Sardonyx steht für Charakterstärke, wobei er eine tugendhafte Aufrichtigkeit besonders hervorheben kann. Wie reiner Onyx soll er außerdem die Sinneswahrnehmung verbessern, indem alle Sinne des Körpers durch ein regelmäßiges Tragen eines Sardonyx-Trommelsteins unterstützt werden. Er soll bei akuten und chronischen Ohrenbeschwerden Linderung verschaffen, die Milz stärken und Krankheitsrückfälle verhindern. Dadurch kann Sardonyx, dauerhaft auf der Haut getragen, auch eine prophylaktische Wirkung besitzen.

Achtung - zum Verwechseln ähnlich!

Die häufigsten Verwechslungen passieren zwischen Onyx und Obsidian, aber auch schwarzer Turmalin und Gagat sind im engeren Rahmen dabei. Hier fällt die Unterscheidung dem Unkundigen oft nicht leicht.

Onyx und Obsidian

Am ehesten kann man Onyx mit dem ebenfalls schwarzen Obsidian verwechseln, der auch leicht transparente Bereiche aufweisen kann. Obsidian besitzt allerdings eine Mohshärte von 5 bis 5,5 und liegt somit deutlich unter der Härte von Onyx (6,5 bis 7). Seine Dichte von 2,3 bis 2,6 befindet sich jedoch im Onyx-Bereich (2,58 bis 2,64).

Onyx und Schörl

Ein weiterer Schmuckstein, der Onyx zum Verwechseln ähnlich sein kann, ist ein schwarzer Turmalin, der die Bezeichnung “Schörl” trägt. Aber auch diese Turmalin-Varietät kann man durch eine hohe Mohshärte von 7 bis 7,5 identifizieren. Hier fällt zusätzlich ebenso die Dichte des Schörls mit 3,02 bis 3,26 deutlich höher aus.

Allerdings kann bei den beiden genannten, schwarzen Doppelgängern im Extremfall tatsächlich nur eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung für Klarheit sorgen. Doch ein dritter Kandidat ist selbst für Unkundige leicht zu erkennen, wenn man weiss, worauf man achten muss.

Onyx und Gagat

Den optisch ähnlichen Gagat (auch Jett) kann man an einer nicht sichtbaren Eigenschaft erkennen, denn er hat eine andere haptische Qualität als Onyx. Gagat fühlt sich in der Hand leichter und wärmer an als das Quarzmitglied Onyx. Für einen besseren Vergleich sollte man in der anderen Hand ein etwa gleich großes Quarz-Exemplar (Bergkristall, Achat, Amethyst…) “wiegen”.

Die Mohshärte des Gagats liegt bei nur 2,5 bis 4 und seine Dichte ist mit 1,3 bis 1,35 sehr niedrig. Außerdem zeigt das bitumenreiche Kohlegestein eine braun-schwarze **Strichfarbe **und besitzt keinerlei Transparenz.

Häufige Fragen

Wie erkennt man einen echten Onyx?
Für das ungeschulte Auge ist ein echter Onyx oft nicht von Imitationen zu unterscheiden. Die charakteristisch schwarze Färbung hat meistens eine undurchsichtige Transparenz mit einem samtigen Schimmer. Graue bis anthrazitfarbene Schichten können manchmal auch leicht durchscheinende Streifen bilden. Wirklich sicher kann man nur nach einer mineralogisch-gemmologischen Untersuchung sein.
Welche Mineralien sind häufige Verwechslungs-Kandidaten?
Häufig: Obsidian (Mohshärte 5–5,5 - weicher), schwarzer Turmalin (Schörl) (Mohshärte 7–7,5 - etwas härter, Dichte 3,02–3,26), und Gagat/Jett (Mohshärte nur 2,5–4, sehr leicht und warm in der Hand).
Was sind künstlich gefärbte "Onyx"-Imitate?
Da natürlich entstandener schwarzer Onyx selten vorkommt, taucht so mancher Schmuckstein als „Onyx" auf dem Markt auf, der in Wirklichkeit ein künstlich eingefärbter Chalcedon, Achat oder Basalt (Vulkangestein) ist. Der seriöse Handel kennzeichnet dies - der Unterschied ist optisch nicht erkennbar.

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