Dendritenachat

 

Ein Achat mit Mangan-Dendriten heißt Dendritenachat. Seine typischen Farben sind Weiß-, Beige- und Grautöne mit dunklen Einlagerungen. Er soll entgiftend und stärkend auf das Bindegewebe wirken und auch bei Darmbeschwerden helfen.

Farbe: Klar, Weiß, Beige, Grau-, Brauntöne mit grünlich bis schwarzen Dendriten
Familie: Achat
Aufladen: mit Bergkristall
Chakras: Sakral-Chakra, Wurzel-Chakra
Länder: Brasilien, Mexiko, Uruguay, USA, Indien, Madagaskar, Botswana, Deutschland
Sternzeichen: Stier, Steinbock, Skorpion
Spirituell: bringt eine ganzheitliche Reinigung in Gang
Seelisch: bei der Auflösung seelischer Schmerzen und Belastungen hilfreich
Mental: fördert auch geistige „Ausscheidungsprozesse“, sodass man Unerfreuliches akzeptieren und loslassen kann
Körperlich: soll den Körper entgiften, bei Lungen- und Hautbeschwerden helfen und das Bindegewebe stärken
Anwendung: als Trommelstein mit direktem Hautkontakt tragen

Dendritenachat oder „Mückenstein“

Als Varietät der großen Achat-Familie hat der Dendritenachat ein charakteristisches Aussehen. Seine moosähnlichen oder wie Baumäste verzweigten dunklen Einlagerungen machen jeden Stein einzigartig. Je nachdem, wie das Gestein angeschnitten oder gebrochen ist, entstehen beeindruckende kleine Verästelungen, die an Kräuter, Sträucher, Wurzeln oder Bäume erinnern. Verläuft der Bruch quer zu den länglichen Dendriten zeigen sich eher kleine Punkte oder Flecken, sodass sich auch das Synonym „Mückenstein“ eingebürgert hat.
Der Begriff „Dendritenachat“ ist seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bekannt. Doch Achate sind schon mindestens seit der Antike als Glücksbringer, Schutz- und Heilsteine im Gebrauch.

Dendriten-Gesteine = Pseudofossilien

Allerdings handelt es sich um keine fossilen Pflanzenüberreste, wie der optische Eindruck der anorganischen Dendriten glauben machen möchte. Das griechische Wort „dendron“ für „Baum“ kennzeichnet allgemein Strukturen, die als Skelettkristalle aus Eisen- oder, wie hier aus Mangan-Oxid auf Gesteinen auskristallisiert sind. Da dabei ein irreführender, pflanzenähnlicher optischer Eindruck entsteht, spricht man von „Pseudofossilien“, die keine echten organischen Fossilien sind oder beinhalten.

Allgemeine Dendriten-Bildung

Das Prinzip des Dendriten-Wachstums kann man sehr gut bei Eisblumen auf einer Fensterscheibe beobachtet. Auch Metalle können in reiner Form, beispielsweise elektrolytisch abgeschieden, Silber- oder Kupferkristalle mit Dendriten-Strukturen bilden.

Heilsteine mit Dendriten zum Verwechseln

Dendritenachat“ gehört, wie der Name schon sagt zu den Achaten. Diese setzen sich aus Bändern verschiedener Vertreter der Quarz-Gruppe wie beispielsweise Chalcedon (Karneol, Onyx) oder Kristallquarz (Amethyst, Bergkristall, Rauchquarz) und Jaspis zusammen.

Außerdem gibt es den sogenannten „Dendritenchalcedon„, der oft mit dem Dendritenachat gleichgesetzt wird. Auch er zeigt die typischen Mangan-Dendriten. Hier handelt es sich jedoch genau genommen um eine Varietät des Chalcedons, der ein mikrokristalliner, wasserhaltiger Quarz ist. Optisch sind die beiden teilweise schwer zu unterscheiden, wenn nicht ganz deutlich die typische Bänderung des Achats zu erkennen ist.

Ein reiner „Dendritenquarz“ wiederum ist farblos transparent (Bergkristall) und zeigt die typischen Mangan-Dendriten. Durch mikroskopisch kleine Flüssigkeits- oder Gaseinschlüsse wird Quarz milchig-weiß (Milchquarz). Auch durch Einschlüsse von Fremdstoffen (Mineralien wie Eisen) oder natürliche Strahlung kann sich Quarz je verschieden farbig präsentieren. Dendritenquarz ist optisch allgemein durchsichtiger als die anderen Quarz-Varietäten und der quarzhaltige Achat.

Ein weiterer Vertreter mit Mangan-Dendriten ist der „Dendritenopal„, der ein „Gewöhnlicher“ oder auch „Gemeiner Opal“ ist. Auch er ist für Unkundige schwer von den oben genannten Steinen zu unterscheiden, ebenso wie der sogenannte „Moosopal“ mit dunklen Einschlüssen. Opale sind mit Quarzen verwandt.

Dendritenachat – Verwechslungen und Unterscheidungen

Dendritenachat können Unkundige rein optisch mit dem oben erwähnten Dendritenchalcedon und Dendriten-Opal verwechseln. Allerdings besitzt der „Gemeine Opal“ nur eine Mohshärte von 5,5 bis 6, sodass man Fensterglas nicht ritzten kann. Die Dichte liegt etwa bei 2 bis 2,5. Schwieriger gestaltet sich die Unterscheidung von einem Dendritenchalcedon, der die Härte von 6,5 bis 7 und eine Dichte von etwa 2,6 bis 2,64 mitbringt. Denn auch Achat hat die Härte 7 von Quarz und eine Dichte von 2,6. Deshalb fließen diese beiden Dendriten-Gesteine in ihrer Zusammensetzung und namentlichen Verwendung oft ineinander und werden als Synonyme gebraucht.

Der Dendritenachat als Heilstein

Wie viele Achate ist auch ein Dendritenachat besonders in reinigenden Prozessen wiederzufinden. Gewebe, Haut- und Schleimhaut, sowie Lunge und Darm sollen von dieser Achat-Varietät am meisten profitieren.

Für eine seelische Hygiene

Dieser Heilstein kann helfen, nach seelisch grenzüberschreitenden Erfahrungen und Verletzungen (z.B. geistig-seelischer Missbrauch oder Verrat), die Belastungen zu überwinden und in einen Zustand der Unversehrtheit zurückzukehren.
Hierfür kann der Dendritenachat als Trommelstein längere Zeit in der Nähe des Herz– oder Nabel-Chakras getragen werden.

Individuelle Anwendungsmöglichkeiten

Je nach empfundener Kränkung und genetischer Ausprägung der Betroffenen, können verschiedene Organe psychosomatisch betroffen sein.
Den einen geht es an die Nieren (oder Blase), den anderen schlägt es auf den Magen (Verdauung). Während ein enttäuschtes Herz sich vielleicht durch Beklemmungen äußert, die eine normale Atmung (Lunge) beeinträchtigen kann, zeugt eine wütende Abwehrhaltung von einer angespannten Leber. Dadurch ist die Anwendung des Dendritenachats sehr individuell und an verschiedenen Körperregionen denkbar.