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Heilstein · Feldspat (Plagioklas-Reihe, Gerüst-Silikate)-Familie

Labradorit

Labradorit - der "schillernde Plagioklas" mit charakteristischer Labradoreszenz. 1770 auf der Halbinsel Labrador entdeckt. Mit Varietäten Spektrolith (Finnland), Regenbogen-Mondstein (Madagaskar) und Gold-Labradorit.

grauschwarzbraunschillerndgelbweißFeldspat (Plagioklas-Reihe, Gerüst-Silikate)Stirn-ChakraNabel-ChakraHerz-Chakra
Labradorit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Feldspat (Plagioklas-Reihe, Gerüst-Silikate)
Mohshärte
6
Farbe
grau, schwarz, braun, schillernd, gelb, weiß
Chakra
Stirn-Chakra, Nabel-Chakra, Herz-Chakra
Sternzeichen
Schütze, Wassermann, Skorpion
Fundorte
Kanada, USA, Madagaskar
Reinigung
Einmal pro Woche unter lauwarmem fließendem Wasser. Empfindlich gegen Wärme, Säure und Ultraschall.
Aufladung
Auf Amethyst-Druse oder Bergkristall-Gruppe ruhen. TCM-Variante: Hämatit zum Entladen, Morgensonne zum Aufladen.
Element
Wasser
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Labradorit im Überblick

Der gut verfügbare Labradorit zeigt ein bunt schillerndes Farbenspiel. Doch die Varietät “Gold-Labradorit” ist durchsichtig goldgelb und der bläulich schimmernde “Regenbogen-Mondstein” hat die Farbe Weiß. Allgemein steht Labradorit für mediale Fähigkeiten, Selbstreflexion und Wahrheitssuche. Er soll den Blutdruck senken und Kälteempfindlichkeit reduzieren.

Labradorit - schillernder Plagioklas

Das Mitglied der Feldspat-Familie “Labradorit” hat drei sehr unterschiedliche Varietäten zu bieten, die sich optisch und in ihrer Wirkung auf den Menschen teilweise wesentlich unterscheiden. Neben dem bunt schillernden, üblichen Labradorit, der auf dem Markt gut vertreten ist, gibt es eine sehr bunte (Spektrolith), eine weiße (Regenbogen-Mondstein) und goldgelbe (Gold-Labradorit) Varietät.

Der im Jahre 1770 erstmals auf der Halbinsel “Labrador” gefundene Schmuck- und Heilstein ist nach seiner Typlokalität benannt. Daher gibt es keine Überlieferungen zu einer traditionellen Verwendung dieses heutigen Heilsteins. Im Jahre 1962 erhielt ein auffällig buntes Exemplar aus Finnland den Namen “Spektrolith”.

Synonyme für Labradorit

Während einige Handelsnamen als lokale Synonyme für Labradorit gebräuchlich sind, existieren aber auch irreführende Bezeichnungen. Typische Handelsnamen sind dabei Labradorstein, Labratownit, Luchsauge (grün schillernd), Ochsenauge (bräunlich schillernd), Mauilith, Mornit, Anemousit, Carnatit, Hafnefjordit, Radauit oder Regenbogenstein.

Schlechte “Namen-Wahl”

Irreführend hingegen ist die Bezeichnung “Schwarzer Mondstein”, da es bräunliche bis schwarze Mondsteine tatsächlich gibt. Noch verwirrender ist allerdings der Handelsname des Gesteins “Labrador”, der eigentlich ein Synonym für den Plutoniten “Syenit” ist und mit Labradorit nichts zu tun hat. Die Syenit-Varietät “Larvikit” ist dunkel und zeigt teilweise ein labradorisierendes Schillern, daher die unglückliche Bezeichnung “Labrador”.

Ein Labradorit-Sonnenstein

Der “Sonnenstein” aus Oregon (USA) zeigt ein rotbraunes “Aventurisieren” und hat sich nicht wie ein Aventurin-Feldspat “Sonnenstein” primär gebildet. Oregon-Sonnensteine sind vulkanisch in basaltischen Lavaströmen entstanden und ihre Zusammensetzung entspricht den charakteristisch-definierten Anteilen eines Labradorits von 30-50% Albit und 50-70% Anorthit.

Zusammensetzung und Entstehung

Labradorit gehört, ebenso wie “Andesin” (triklines Gerüst-Silikat), zu Plagioklas und ist heute kein eigenständiges Mineral mehr. Plagioklas besteht aus Natron-Feldspat “Albit” und Kalk-Feldspat “Anorthit”.

Primär gebildeter Labradorit

Laut Definition enthält Labradorit 30 bis 50 Prozent Albit und 50 bis 70 Prozent Anorthit. Er entsteht liquid-magmatisch aus basischem bis intermediärem Magma, das einen Kieselsäuregehalt von bis zu 60 Prozent haben kann. So gebildeter Labradorit befindet sich als Gemenge-Anteil in plutonischen Gesteinen wie Gabbro, Anorthosite oder Dunit (Peridotit-Gruppe), aber auch im vulkanischen Ergussgestein “Basalt” und in “Andesit”.

Seltener kann Labradorit jedoch auch tertiär in Amphibolit entstehen, der sich während einer Umwandlung (Metamorphose) von beispielsweise plutonischem Gabbro oder vulkanischem Basalt unter bestimmten Druck- und Temperaturverhältnissen gebildet hat.

Triklines Kristallsystem

Obwohl Labradorit triklin kristallisiert, bildet er nur sehr selten kleine tafelige oder prismatische Kristalle. Meistens entstehen spatige Aggregate oder derbe Massen, deren Anteil an Fremdstoffen je nach Bildungs- bzw. Fundort an Anzahl und Mengenverhältnis sehr variieren kann. Während der Mineralbildung findet bei der langsamen Abkühlung der Kieselsäure-Lösung eine sogenannte “Entmischung” der verschiedenen Bestandteile statt. Durch die Abscheidung der einzelnen Phasen entsteht das typische Entmischungsgefüge in Form von deutlich erkennbaren Lamellen.

Labradorit-Merkmale

Neben der Farbe, Kristallstruktur, Spaltbarkeit, Transparenz und dem typischen Glanz sind noch weitere Merkmale zur zweifelsfreien Bestimmung eines Minerals notwendig. Dazu gehören beispielsweise die Mohshärte und Dichte. Labradorit eignet sich mit einer Härte von 6 bis 6,5 und einer Dichte von um die 2,7 nur bedingt als Dekorations- und Schmuckstein.

Labradoreszenz

Eigentlich ist Labradorit weiß, gelb bis grünlich, bräunlich und grau bis schwarz, doch an seinen Spaltflächen zeigt sich ein buntes Farbenspiel mit einem charakteristischen Glasglanz-Schillern (Labradorisieren). Aufgrund seiner Lamellen-Bildung lässt sich Labradorit zwar vollkommen spalten, ist aber splittrig und zeigt unebene Bruchstellen. Sein irisierendes Farbenspiel in vorwiegend Violett-, Blau- und Grüntönen zeigt einen metallischen Glanz, sodass ein charakteristisches Schillern entsteht, das man “Labradoreszenz” nennt. Diese wiederum bildet sich durch Interferenzen (sich überlagernde Lichtwellen) und Spiegelungen des einfallenden Lichts auf den Flächen der gut sichtbaren, feinen Lamellen-Struktur. Dabei kann die Transparenz eines Labradorits durchsichtig bis undurchsichtig sein. Die Strichfarbe ist allerdings unabhängig vom farblichen Eindruck immer weiß.

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