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Heilstein · Wasserfreie Phosphate (Aluminiumphosphat)-Familie

Lazulith

Lazulith ist ein seltenes blaues Phosphatmineral, das „verborgene Empfindungen ins Bewusstsein" bringt und besonders sanft auf sensitive Personen wirken soll.

hellblauschwarzblaublaugrünWasserfreie Phosphate (Aluminiumphosphat)Herz-ChakraHals-ChakraStirn-Chakra
Lazulith - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Wasserfreie Phosphate (Aluminiumphosphat)
Mohshärte
5.5
Farbe
hellblau, schwarzblau, blaugrün
Chakra
Herz-Chakra, Hals-Chakra, Stirn-Chakra
Sternzeichen
Schütze
Fundorte
Österreich, Brasilien, Bolivien
Reinigung
Vorsichtig unter lauwarmem Wasser monatlich
Aufladung
In Amethyst-Druse platzieren
Element
Wasser
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Lazulith im Überblick

Lazulith ist eine Rarität. Seine Farbe ist oft hell- bis dunkelblau. Er bringt verborgene Empfindungen und Gefühle ins Bewusstsein und soll besonders sanft auf den Körper sensitiver Personen wirken.

Das wasserfreie Phosphat “Lazulith”

Das arabische Wort “azul” für “Himmel” stand hier für die Namensfindung Pate. Erstmals im Jahre 1791 beschrieben, kreierte M. H. Klaproth vier Jahre später die Bezeichnung “Lazulith”. Das Synonym “Klaprothine” entstand etwas später ihm zu Ehren. “Blauspat” wiederum ist der deutsche Name, den der Mineraloge A. G. Werner geprägt hat. Die Typlokalität dieses seltenen Minerals liegt in Österreich (Steiermark, bei der Markgemeinde Krieglach).

Wie ist Lazulith entstanden?

Aus primären Phosphatmineralen (Pegmatiten) bildet sich Lazulith sekundär durch hydrothermale Lösungen in Quarz-Gängen. Dabei entstehen neben dem vorhandenen Quarz auch zahlreiche Begleitminerale. Beispiele sind Beryll, Korund, Muskovit, Andalusit und Rutil. In einer tertiären Bildung kann Lazulith auch während der Metamorphose von Sedimenten zu Quarzit entstehen.

Klassifizierung und Merkmale

Lazulith gehört zur Mineralklasse der “wasserfreien Phosphate” und ist chemisch gesehen ein basisches Aluminiumphosphat, das auch Spuren von Magnesium und Eisen aufweist. Obwohl dieses Mineral im “Monoklinen Kristallsystem” kristallisiert, entstehen dabei nur selten größere Kristalle, die dann kurzprismatisch, tafelig oder bipyramidal sein können. Wesentlich öfter bilden sich körnige, dichte und derbe Aggregate, die in pegmatisch entstandenen Quarzbändern oder metamorphem Quarzit eingelagert sind. Besonders begehrt sind daher attraktive Lazulith-Stufen, deren Kristalle von blassem bis schwärzlichem Blau (z.B. aus Kanada) oder bläulichem bis gelblichen Grün sein können. Die beste Kristall-Qualität zeigt eine durchsichtige bis durchscheinende Transparenz und Glasglanz an den Kristallflächen. Aggregate sind dagegen eher matt.

Bestimmungsmerkmale des Lazuliths

Da man Lazulith mit einigen blauen Schmuck- und Heilsteinen verwechseln kann, sind zu deren Unterscheidung mineralogisch-gemmologische Merkmale besonders wichtig. Dabei sind die Mohshärte von 5,5 bis 6, die Dichte von 3,1 bis um die 3,2 und die weiße Strichfarbe typische Indikatoren, um Verwechslungen mit Azurit, Lapislazuli, Vivianit, Sodalit, Apatit oder bläulichen Türkis zu vermeiden. Weitere Merkmale für einen Lazulith sind die unvollkommene Spaltbarkeit und der unebene, splittrige Bruch.

Lazulith im Handel

Aus lukrativer Schleifware des Lazuliths gehen meistens nur kleine Edelsteine hervor. Auch Trommelsteine aus größeren derben Roh-Aggregaten sind eine Seltenheit auf dem Markt. Deshalb ist es wichtig, dass beim Kauf keine Verwechslungen mit ähnlich aussehenden Heilsteinen passieren. Reiner Lapislazuli und Sodalith besitzen beispielsweise eine geringere Dichte (Lapis 2,4 / Sodalith um die 2,2), wobei ersterer zudem noch eine bläuliche Strichfarbe zeigt. Auch Azurit hat einen hellblauen Strich, neben einer zusätzlich höheren Dichte von 3,5 bis 4,0. Vivianit ist wiederum mit einer Härte von 1,5 bis 2 sehr viel weicher und außerdem liegt auch seine Dichte mit 2,6 bis 2,7 unterhalb der Werte des Lazuliths. Im Zweifelsfall sollte eine gemmologische Untersuchung Klarheit schaffen.

Lazulith als Heilstein

Da dieser Heilstein erst Ende des 18. Jahrhunderts in Fachschriften auftaucht, kann von einer Tradition in der therapeutischen Anwendung keine Rede sein. Auch heute ist dieses Mineral diesbezüglich eher unbekannt, da es außerdem auf dem Markt zu den Raritäten zählt. Die moderne Steinheilkunde hat trotzdem einige Erfahrungen für alle die zusammengetragen, die einen echten Lazulith ihr Eigen nennen.

Bei Anspannungen, Frustration und Ärger

Lazulith soll bei regelmäßigem Tragen die Nerven beruhigen, die Epiphyse (Zirbeldrüse), Hypophyse und Leber anregen und so den Hormonhaushalt harmonisieren. Auf besonders sanfte Weise soll sich durch Lazulith der ganze Organismus gestärkt erholen und entspannen.

Über den Sinn des Lebens nachdenken

Aufgrund der behutsamen Wirkung auf den Körper, entsteht mit der Zeit eine friedvolle Stimmung, die seelische Belastungen entkräftet und langsam auflösen kann. So nimmt man zwar Gefühle und Sinnesempfindungen bewusst intensiver wahr, aber bleibt gleichzeitig auch gelassener als üblich. Mutig nähert man sich spirituellen Denkweisen und sucht in dieser “Lazulith-Sphäre” nach einer neuen Orientierung mit sinnstiftenden Aufgaben und Tätigkeiten.

Dieser Heilstein kann einen Sinneswandel herbeiführen, der übernommene Werte auf den Prüfstand stellt. In diesem Prozess können manche Dinge und auch Menschen plötzlich an Wichtigkeit und Bedeutung verlieren, ohne die man sich zuvor das Leben nicht vorstellen konnte. Ein Paradigmen-Wechsel führt zu einer größeren Selbstbestimmung und inneren Freiheit.

Lazulith in seiner Anwendung

Bläuliche Exemplare dieses Heilsteins eignen sich bevorzugt für das Hals- und Stirn-Chakra. Da das sogenannte “Dritte Auge” in Höhe der Epiphyse (Zirbeldrüse) liegt, soll sich die Wirkung hier ganz besonders auf den Hormonhaushalt, das Gehirn und somit auch auf unser Denken auswirken. Deshalb empfiehlt die Steinheilkunde Lazulith für die Stirn bei meditativen Übungen. Ansonsten kann man einen Anhänger oder gebohrten Trommelstein möglichst nahe am Hals tragen.

Grünlicher Lazulith soll besonders die Leber stimulieren, weshalb man den Heilstein temporär direkt auf die entsprechende Körperregion legen kann. Bei einer längeren Tragedauer im Bereich des Herz-Chakras, kann mit der Zeit der innere Frieden wachsen, sodass sich frustrierter Ärger leichter auflöst.

Wer jedoch zu viel nachdenkt und sich in philosophischen Fragestellungen verliert, sollte diesen Heilstein nicht täglich tragen. Eine Heilstein-Meditation am Wochenende, wenn die Aufgaben des Alltags zum großen Teil ruhen, ist dann die beste Option der Verwendung.

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