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Heilstein · Glimmer (Schicht-Silikate)-Familie

Muskovit

Muskovit ist ein silbrig glänzendes Schicht-Silikat, das als Schutzstein bei emotionalen Belastungen und nervöser Anspannung eingesetzt wird.

weißsilbrigrötlich-braungrünlichGlimmer (Schicht-Silikate)Nabel-ChakraHerz-Chakra
Muskovit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Glimmer (Schicht-Silikate)
Mohshärte
2.5
Farbe
weiß, silbrig, rötlich-braun, grünlich
Chakra
Nabel-Chakra, Herz-Chakra
Sternzeichen
Wassermann
Fundorte
Russland (Ural), Indien, Schweden
Reinigung
Vor Staub geschützt in Glasvitrinen aufbewahren
Aufladung
Mit Bergkristall aufladen
Element
Luft
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Muskovit im Überblick

Das Schicht-Silikat “Muskovit” ist weiß oder silbrig, hat aber oft auch eine rötliche bis bräunliche Farbe. Muskovit gilt als Schutzstein, wenn große Probleme, Anfeindungen und Intrigen das seelische Gleichgewicht gestört haben. Er soll bei Nervosität und Zittern beruhigend wirken.

Muskovit - “Moskauer Stein”

Wegen der hohen Elastizität und Hitzebeständigkeit der großen Muskovit-Platten hat man sie traditionell als Fenster für Öfen und Lampen genutzt. So ist der Beinamen “Moskauer Glas” entstanden. Dabei hat Muskovit gute isolierende Eigenschaften gegen elektrischen Strom und Hitze zu bieten, die in der Industrie für technische Isolatoren genutzt werden.

Wie ist Muskovit entstanden?

Muskovit kann sich primär oder tertiär bilden. Wobei die großen Tafeln aus Muskovit, wie sie beispielsweise in den russischen Ural-Gebieten vorkommen, immer primär entstanden sind.

Primäre Bildung

Als Gemenge-Anteil vieler Pegmatite und Granite kann Muskovit in der liquid-magmatischen Phase entstehen, aber auch in einer sogenannten pneumatolytischen Umwandlungvon Silikaten wie z. B. Kalifeldspat. Dabei zersetzen sich bereits bestehende Granite durch den Kontakt mit aggressiven, magmatischen Gasen und wandeln sich in sogenannten “Greisen” um, der hauptsächlich aus Quarz, Glimmer und geringen Topas-Anteilen besteht.

Tertiäre Bildung

Muskovit kann sich aber auch tertiär durch eine metamorphe Umwandlung bilden. Dabei können aus Feldspaten und anderen Silikaten der oben erwähnte Greisen, aber auch Glimmer- und Tonschiefer sowie Phyllite und Quarzite entstehen.

Da Muskovit sehr beständig ist und schwerer verwittert, findet man ihn auch in Sedimenten wie beispielsweise Sandstein. Dann wird er durch die Kräfte der Erosion freigelegt, die den weniger widerstandsfähigen Sandstein mit der Zeit langsam abtragen.

Monoklines Kristallsystem

Obwohl Muskovit meistens monoklin, je nach Kristallform (Modifikation) aber auch trigonal, kristallisiert, bildet er häufig tafelige Platten mit sechseckigem Querschnitt (pseudohexagonal). Seine Aggregate bestehen aus dünnen Blätter- oder Schuppenformen, die auch wie Rosetten oder Sterne angeordnet sein können. Sehr attraktive, sternförmige Kristalle stammen beispielsweise aus Brasilien.

Paragenese

Muskovit tritt oft in einer sogenannten “Paragenese” (charakteristische Vergesellschaftung verschiedener Mineralien) mit Aquamarin, Topas, Turmalin und Quarz auf. Diese Vorkommen sind abhängig von den chemischen oder physikalischen Bedingungen am jeweiligen Bildungsort.

Bestimmungsmerkmale

Muskovit gehört als Mitglied der Glimmer-Familie zur Mineralklasse der “Silikate und Germanate”, und ist somit seiner Struktur entsprechend ein Schicht-Silikat. Er besitzt zwischen diesen dünnen Silikat-Schichten eine ausgezeichnete Spaltbarkeit, lässt sich jedoch als Silikat-Plättchen, durch dessen hohe Elastizität, so gut wie nicht brechen.

Farbe, Glanz und Transparenz

Allgemein ist Muskovit farblos und manchmal sogar glasklar. Oft erscheint er auch in Weiß oder silbrigem Glanz, aber durch Fremdstoffe wie Eisen und Mangan entstehen ebenso rötliche bis bräunliche und selten grünliche Exemplare. Dabei ist die Strichfarbe des Muskovits immer weiß.

An den Spaltflächen der einzelnen Silikat-Schichten zeigt Muskovit Perlmuttglanz, während feinschuppige Aggregate eher seidig schimmern. Aufgrund seiner durchsichtigen bis durchscheinenden Transparenz hat Muskovit in seiner besten Qualität einen schönen **Glasglanz **zu bieten.

Härte und Dichte

Wichtige Merkmale zur Bestimmung eines Minerals oder Gesteins sind außerdem die jeweilige, charakteristische Härte und Dichte. Allerdings helfen sie nicht wirklich, um Muskovit von beispielsweise den Glimmer-Mitgliedern “Biotit”, “Fuchsit” oder “Lepidolith” zweifelsfrei zu unterscheiden, denn die vier Glimmer-Typen sind sich in fast allen Bestimmungsmerkmalen viel zu ähnlich. Hier führen einzig die Farbe und die enthaltenen Spurenelemente weiter.

Die Mohshärte des Muskovits liegt bei 2 bis 3, was der Härte des dunkleren Biotits und lilafarbenen Lepidoliths (2,5 bis 3) sowie grünen Fuchsits (2 bis 3) entspricht. Seine Dichte von 2,76 bis 3,1 stimmt mit der Fuchsit-Dichte überein, während sich die Dichte des Biotits (3,02 bis 3,12) und Lepidoliths (2,8 bis 2,9) nur unwesentlich unterscheiden.

Glimmer-Varietäten im Vergleich

Da wie oben bereits beschrieben, die vier Glimmer-Mitglieder “Muskovit”, “Biotit”, “Fuchsit” und “Lepidolith” fast gleiche Bestimmungsmerkmale besitzen, hilft hier vor allem die Erscheinungsfarbe weiter. Denn auch die gemeinsame, weiße Strichfarbe bietet keine Unterscheidungsmöglichkeit an.

Muskovit

Hier führen Eisen(Fe)- und Mangan(Mn)-Anteile zu den charakteristisch silbrig schimmernden, rötlichen bis bräunlichen Farbtönen.

Biotit

Als Eisen(Fe)-Magnesium(Mg)-Glimmer ist Biotit dunkler als Muskovit und besitzt eine dunkelbraune bis fast schwarze Farbe, die je nach Verwitterungszustand silbrig bis goldbraun glitzert.

Fuchsit

Dieser Glimmer-Vertreter ist sehr leicht an seiner auffallend grünen Farbe zu erkennen. Da diese durch das chemische Element “Chrom” (Cr) verursacht wird, hat sich ebenfalls die Bezeichnung “Chrom-Glimmer” oder auch “Chrom-Muskovit” (Fuchsit aus Guatemala) eingebürgert.

Lepidolith

Diese lilafarbene Glimmer-Variante besitzt das dominant farbgebende Lithium (Li), aber auch die chemischen Elemente Cäsium (Cs), Mangan (Mg) und Eisen (Fe) steuern ihren Anteil dazu bei. Je nach Vorkommen und Konzentration, verändern sie nämlich die farbliche Prägung des Lepidoliths um geringe Farbnuancen.

Muskovit als Heilstein

In erster Linie ordnet die Steinheilkunde Muskovit zu den Schutzsteinen, die hauptsächlich in einer feindlichen Umgebung, voller Angriffe und Hinterhältigkeiten eine seelische Widerstandskraft aktivieren sollen. Wer in sich ruht und selbstbewusst hinter sich selbst und den eigenen Ansichten steht, kann Attacken abperlen lassen, die unfair und verletzend sind.

Muskovit soll dabei helfen, inneren Gleichmut zu bewahren, wenn direkte Konfrontationen mit beängstigenden Situationen, schwierigen Arbeitsaufträgen mit Zeitdruck oder böswilligen Menschen anstehen. Hier kann er auch die körperlichen Reaktionen, wie beispielsweise Zittern, nervöses Herzklopfen oder einengende Gefühle im Bereich des Herzens, lindern, die in überwältigenden Situationen oft entstehen können.

Wenn der Körper mit uns spricht…

Wer kennt nicht die Redewendungen, wenn etwas “auf den Magen schlägt”, “an die Nieren geht” oder auch, wenn die sprichwörtliche “Galle überläuft”? Hier lassen sich deutlich körperliche Symptome erkennen, die durch belastende Situationen entstanden sind, die sich nicht nur im psychischen Bereich niederschlagen. Ungute Erfahrungen können je nach Grad der psychischen Belastung auch körperliche Reaktion hinterlassen. Die Psychosomatik hat sich auf diese Erkrankungen spezialisiert.

Therapiebegleitender Einsatz

Tatsächlich soll Muskovit die Gesundheit von Magen, Nieren und Galle fördern, das vegetative Nervensystem stärken und Herzbeschwerden lindern. Dadurch kann dieser Heilstein eine sinnvolle Ergänzung bei vielen psychosomatischen Erkrankungen sein, indem er die seelische Widerstandskraft erhöht und die beteiligten Organe gleichermaßen unterstützt.

Muskovit in der Anwendung

Da Muskovit auf dem Markt gut verfügbar ist und deshalb nicht zu den teuren Heilsteinen gehört, kann man sich mehrere Exemplare leisten. Als Schmuckstein spielt dieser Heilstein jedoch keine Rolle, da er als Glimmer zu weich und zu leicht spaltbar ist. Aber man kann Muskovit in Form von Rohstein-Platten oder Trommelstein-Anhänger auf dem Markt finden.

Rohsteine und Trommelsteine

Kleine Muskovit-Platten legt man am besten regelmäßig auf betroffene Körperregion. Bei Magenproblemen bietet sich beispielsweise der Solarplexus-Bereich (Nabel-Chakra) an. Einen Muskovit-Anhänger sollte man möglichst mit Hautkontakt auf der Brust (Herz-Chakra) tragen, um das Herz zu stärken. Als Handschmeichler für die Hosentasche bieten sich Trommelsteine an, die man mehrmals am Tag für einige Minuten ergreifen, in der Hand bewegen, und wenn möglich auch betrachten sollte.

Stufen für meditative Betrachtungen

Größere Muskovit-Stufen eignen sich außerdem für meditative Zwecke, wobei man diese Naturschönheiten aus Sicherheitsgründen in einer Glasvitrine oder unter einer dekorativen Glasglocke aufbewahren sollte, um Abspaltungen und Staubablagerungen zu vermeiden. Für eine meditative Betrachtung sollte man die Glasglocke jedoch kurzzeitig entfernen, da sie durch Lichtreflexe auf der Oberfläche den Eindruck und die Ausstrahlung der Muskovit-Stufe stört.

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