Faktenbox
- Mineralfamilie
- Glimmer (Schicht-Silikat)
- Mohshärte
- 3
- Farbe
- rot, rosa, violett, farblos, weiß
- Chakra
- Wurzel-Chakra, Herz-Chakra, Stirn-Chakra
- Sternzeichen
- Waage
- Fundorte
- USA, Mexiko, Madagaskar
- Reinigung
- Mindestens einmal in der Woche unter fließendem Wasser reinigen
- Aufladung
- Nach der Dusche trocken in Amethyst-Druse oder auf Bergkristall-Gruppe einige Stunden ruhen
- Element
- Wasser

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Lepidolith im Überblick
Die Glimmer-Varietät “Lepidolith” zeigt verschiedene Rottöne bis hin zu Hellviolett. Sie fördert ein selbstbestimmtes Leben, in dem sie hilft Fremdeinflüsse abzuwehren und konzentriert eigene Ziele zu verfolgen. Lepidolith soll bei Schlafstörungen helfen.
Der Schuppenstein “Lepidolith”
Aus dem Jahre 1795 stammt die Bezeichnung “Lepidolith”, die der Mineraloge M. H. Klaproth einst prägte. Der ältere Name “Lilalith” (Lilastein) erschien ihm nicht wissenschaftlich genug, sodass sich Klaproth von der Beschaffenheit des Minerals inspirieren ließ. Schließlich kreierte der Wissenschaftler nach dem griechischen “lepidion” für “schuppig” den mineralogischen Begriff “Lepidolith” für “schuppiger Stein”.
Lithiumglimmer
Als man entdeckte, dass Lepidolith unter anderem Lithium beinhaltet, kamen noch weitere Synonyme wie beispielsweise Lithionglimmer oder Lithionit hinzu. Im Jahre 1861 konnte außerdem in kleinen Mengen Rubidium (Rb) nachgewiesen werden. Lithium und Rubidium gehören zu den reaktiven Alkalimetallen, die sich durch einen silbrig weißen Glanz auszeichnen.
Wie ist Lepidolith entstanden?
Als lithiumhaltiger Glimmer entsteht Lepidolith primär in Pegmatiten oder in pneumatolytisch zersetztem und umgewandeltem Granit (Greise). Die Einwirkung fluorhaltiger Gase (pneumatolytisch) oder auch heißer Flüssigkeiten (hydrothermal) auf vorhandenen Feldspat und andere Silikate lässt in lithiumhaltigen Lagerstätten von Zinnerz ebenso eine Lepidolith-Bildung zu.
Allerdings bilden sich größere Lepidolith-Massenbevorzugt in Pegmatiten mit einem entsprechenden Lithium-Gehalt. Hier entstehen diese Mischkristalle (Polylithionite) aus der Glimmer-Gruppe auch in Paragenesen (Vergesellschaftung verschiedener Minerale) mit anderen Lithium-Mineralen, wie beispielsweise Turmalin oder Spodumen (Hiddenit, Kunzit). Aber auch Verwachsungen mit Quarz, Feldspat und Erzmineralen wie Kassiterit oder Tantalit kommen vor.
Kristallsystem und Merkmale
Lepidolith zeigt das Phänomen der “Polytypie”, die eine monokline oder seltener auch trigonale Kristallstruktur-Bildung zulässt. So gehören vier Polytypen des Lepidoliths zum “Monoklinen Kristallsystem” und ein Polytyp zum “Trigonalen Kristallsystem”.
Obgleich Lepidolith meistens monoklin kristallisiert, bildet er keine Kristalle. Tafelige Plattenbildungen mit pseudohexagonalem Habitus oder schuppig, blätterige bis feinkörnig dichte Aggregate sind charakteristisch für das Schicht-Silikat. Seltener entstehen aber auch traubenförmige Knollen oder glaskopfartige, halbkugelige Massen.
Lepidolith-Bestimmungsmerkmale
Aufgrund seiner elastischen Spaltblättchen, ist die Spaltbarkeit des Lepidoliths ausgezeichnet. Als Glimmer-Varietät besitzt er das typische Glitzern mit Glasglanz. An den Spaltflächen zeigt er jedoch eher Perlmuttglanz und auf feinschuppigen Aggregaten auch Seidenglanz. Die Transparenz variiert von durchsichtig (farblos) bis durchscheinend (weiß, grau, Violett- und Rottöne), während die Strichfarbe immer weiß bleibt.
Bei starker mechanischer Beanspruchung kann man bei einigen Exemplaren außerdem eine sogenannte “Tribonumileszenz” beobachten, die eine “kalte Lichtemission” kennzeichnet. Denn Lepidolith gehört mit einer Mohshärte von nur 2,5 bis 3 zu den weicheren Gesteinen. Seine Dichte liegt bei 2,8 bis 2,9.
Lepidolith-Vorkommen und Verwendung
Weltweite Fundstätten sind inzwischen nachgewiesen. Auf allen Kontinenten gibt es Vorkommen, die jedoch für eine Heilstein-Verwendung nicht immer die gewünschte farbige Qualität besitzen. Als wichtiger Rohstoff für die Lithium-Gewinnung spielt allerdings die Farbe des Lepidoliths keine Rolle.
Lepidolith auf allen Kontinenten
EUROPA Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Mazedonien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Slowakei, Tschechien
Kasachstan, Russland und Türkei
ASIEN Afghanistan, China, Japan, Korea, Madagaskar, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Thailand, Usbekistan, Vietnam
AFRIKA Algerien, Äthiopien, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe
AMERIKA Argentinien, Bolivien, Brasilien, Grönland, Kanada, Mexiko, USA
Antarktis und Australien
Lepidolith als Rohstoff und Deko-Stein
Der hohe Lithium-Anteil in Lepidolith macht ihn als Erz zu einer der wichtigsten Quellen für die Lithium-Gewinnung. Als extrem leichtes Metall benötigt man Lithium für besondere Legierungen und die Herstellung von Spezialgläsern. Auch die Pyro- und Klimatechnik kommen nicht ohne Lithium aus, ebenso die Medizin.
Lepidolith ist außerdem ein beliebter Dekorationsstein für beispielsweise die Innengestaltung von Aquarien.
Lepidolith als Heilstein
Als Schmuckstein spielt Lepidolith bisher keine besondere Rolle, allerdings ist die Nachfrage als Heilstein in den letzten Jahren gestiegen. In einer Welt, in der immer mehr Menschen unter Reizüberflutung und Überforderung leiden, scheint dieser Heilstein willkommen zu sein.
Abgrenzung und Schutz
Für alle, die sich viel zu leicht von anderen beeinflussen lassen, kann Lepidolith ganz neue Erfahrungen bereithalten. Äußere Ablenkungsmanöver können beispielsweise besser abgewehrt werden, sodass man sich endlich auf die eigenen Belange konzentrieren kann. Daraus entwickelt sich mit der Zeit eine Eigenständigkeit, die mit innerer Ruhe kontinuierlich die gesetzten Ziele verfolgt.
Bei Reizüberflutung
Der Aufenthalt in einer größeren Menschenmenge ist nicht jederfraus oder jedermanns Sache. Wer sich oft durch die dort herrschende Atmosphäre überfordert fühlt, kann einen gebohrten Lepidolith-Trommelstein versuchsweise an einem langen Band auf dem Nabel-Chakra mit sich tragen. Optional ist auch ein Handschmeichler in der linken Hand sinnvoll. Hautkontakt ist dabei immer wichtig. Sensitive und hochsensible Personen können den Unterschied schnell spüren. Allerdings sollte man sich nicht um jeden Preis zwingen, die fremden körperlichen, emotionalen und geistigen Schwingungen auszuhalten. Wenn man es selbst steuern kann, ist hier ein Treffen im kleinen Kreise immer erfüllender und weniger stressig. Denn eine sogenannte “Desensibilisierung” durch Konfrontation kann auch ganz gehörigen Schaden anrichten. Jeder Mensch sollte nach seinem persönlichen Nervenkostüm handeln und sich nicht an der angeblich “normalen Mehrheit” orientieren.
Sanfte Veränderungen
Da Lepidolith jede Entwicklung ruhig und unauffällig unterstützt, sollte man diesen Heilstein eine längere Zeit mit Hautkontakt am Körper tragen. So kann man Reinigungsprozesse im Körper, insbesondere der Haut und des Bindegewebes unterstützen. Seiner seelisch-geistigen Wirkung entsprechend, soll Lepidolith außerdem Nervenschmerzen (Neuralgien), Ischias- und Gelenkbeschwerden lindern.
Lepidolith in der Anwendung
Bei körperlichen Problemen und Schmerzen sollte man den Heilstein direkt auf die schmerzende Problemzone legen. Wer unter Schlafstörungen leidet, kann einen Lepidolith abends für einige Minuten auf das Herz- oder Stirn-Chakra legen und danach einfach unter dem Kopfkissen platzieren. Dabei spielt die Farbe des Heilsteins und die individuelle Verfassung des Menschen, der ihn nutzen möchte, eine entscheidende Rolle. Das abendliche Gedankenkarussell soll ein hellvioletter Lepidolith auf der Stirn am ehesten stoppen, während rosafarbene Exemplare auf dem Herz-Chakra seelischen Druck lindern können. Braunrote Steine sollen den Organismus auch vom Bauchraum aus beruhigen.
Pflege und Energieerneuerung
Wer seinen Lepidolith intensiv nutzt, sollte den Heilstein mindestens einmal in der Woche unter fließendem Wasser reinigen und von Fremdenergien befreien. Nach dieser Dusche sollte der trockene Stein in einer Amethyst-Druse oder auf einer Bergkristall-Gruppe einige Stunden ruhen, damit er seine eigene Schwingung erneuern kann. Dies geschieht am besten über Nacht. Wenn ein Lepidolith jedoch außerdem als “Schlafstein” verwendet wird, wäre ein zweites Exemplar hilfreich, damit man dauerhaft einen Heilstein bei sich hat. Lepidolith ist allgemein gut verfügbar und gehört nicht zu den kostenintensiven Heilsteinen, sodass ein zweiter oder dritter Roh- oder Trommelstein kein Luxus darstellt.
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