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Heilstein · Sulfide und Sulfosalze-Familie

Markasit

Markasit ist ein schwefeliges Eisensulfid mit messinggelber bis bronzebrauner Färbung, das als „Gesundheitsstein" für Selbstwertschätzung und Entgiftung bekannt ist.

messinggelbbronzebraunzinnweißSulfide und SulfosalzeSakral-ChakraNabel-Chakra
Markasit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Sulfide und Sulfosalze
Mohshärte
6.5
Farbe
messinggelb, bronzebraun, zinnweiß
Chakra
Sakral-Chakra, Nabel-Chakra
Sternzeichen
Wassermann
Fundorte
Deutschland, Österreich, Frankreich
Reinigung
Nach längerer therapeutischer Anwendung einmal wöchentlich in Hämatit-Steinen reinigen
Aufladung
Mit Bergkristall oder in der Morgensonne
Element
Erde
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Markasit im Überblick

Der schwefelhaltige Markasit zeigt als Farbe oft ein Messinggelb mit leichtem Grünstich. Aufgrund seines Metallglanzes kann man ihn leicht mit Pyrit verwechseln. Markasit soll die Leber anregen und dadurch entgiftend wirken. Er gilt als “Gesundheitsstein”, da er dabei helfen kann, die tieferen Ursachen von Erkrankungen zu erkennen.

Der “Gesundheitsstein” Markasit

Traditionell behandelte man die beiden Eisensulfide “Markasit” und “Pyrit” als Synonyme, da sie sich äußerlich zum Verwechseln ähnlich sehen. Unter sogenanntem “Schwefelkies” fasste man gleichermaßen beide Eisensulfide zusammen, bis man Mitte des 19. Jahrhunderts Unterschiede feststellen konnte. Die Bezeichnung “Markasit”, die sich aus dem maurischen “marqasita” entwickelt hat, bedeutet “Feuerstein” und wurde im Jahre 1845 geprägt. Eigentlich galt der Begriff ursprünglich für alle metallisch glänzenden Erzmineralien wie Pyrit, Antimonit (Stibnit), Galenit (Bleiglanz) und Markasit, da sie beim Anschlagen mit beispielsweise Flint oder Stahl Funken produzierten.

Das Kristallsystem macht den Unterschied

Heute unterscheidet man die zwei Mitglieder aus der Mineralklasse der “Sulfide und Sulfosalze” Markasit und Pyrit nach ihren unterschiedlichen Kristallsystemen. Während Markasit tafelige, pyramidale und seltener auch nadelige Kristalle im “Ortho-rhombischen Kristallsystem” bildet, kristallisiert Pyrit kubisch zu würfeligen Mineralen oder körnig, knolligen und radialstrahligen Aggregaten.

Erscheinungsbild und Glanz des Markasits

Markasit bildet wesentlich häufiger Kristall-Zwillinge und ganze Gruppen, als einzelne Kristalle. Dabei entstehen charakteristische Formen, die an Speerspitzen (Speerkies) oder therapeutisch genutzte Igelbälle und Kämme (Kammkies) erinnern. Sogenannter “Strahlkies” ist faserig bis stängelig radialstrahlig, während “Leberkies” dichte, knollige, trauben- bis nierenförmige Aggregate bildet. “Blätterkies” wiederum hat einen schaligen Aufbau, bei dem verschiedene, dünne Schichten gut zu erkennen sind.

Ähnlich wie Pyrit zeigt Markasit meistens ein metallenes Messinggelb, das oft auch einen Stich ins Grüne hat. Allerdings kommen auch bronzebraune und zinnweiße Exemplare vor. Auf den Kristallflächen können durch den Kontakt an der Luft (Oxidation) mit der Zeit verwitterungsbedingte, bunte Anlauffarben entstehen, die den charakteristischen Metallglanz beeinträchtigen.

Bestimmungsmerkmale des Markasits

Neben dem erwähnten grünlichen Messinggelb mit Metallglanz, gibt es weitere deutliche Erkennungsmerkmale, die Markasit von Pyrit und Chalkopyrit (“Kupfer-Pyrit”) unterscheiden. Während letzterer durch seinen Kupfergehalt nur eine Mohshärte von maximal 4 erreicht, besitzen die beiden Eisensulfide eine hohe Härte von bis zu 6,5. Die Dichte des Markasits liegt mit 4,8 bis 4,9 zwischen Chalkopyrit (maximal 4,3) und Pyrit (5 bis 5,2).

Leider kann die Strichfarbe hier nicht weiterhelfen, denn alle drei zeigen ein grünliches Schwarz. Das gleiche gilt für die Transparenz (opak) und Spaltfähigkeit. Pyrit und Chalkopyrit lassen sich immerhin unvollkommen spalten, während Markasit oft gar keine Spaltbarkeit erkennen lässt. Der unebene Bruch des Markasits unterscheidet sich jedoch von den muscheligen, teils spröden Bruchstellen der beiden anderen. Oft ist jedoch für eine genaue Bestimmung vor allem bei den beiden Eisensulfid-Verbindungen Markasit und Pyrit eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung notwendig.

Wie ist Markasit entstanden?

Dieses Eisensulfid kann sowohl aus primärer als auch aus sekundärer Bildung stammen, während sich Pyrit als sogenannter “Durchläufer” unter fast allen Bedingungen (primär, sekundär, tertiär) bilden kann.

Primäre Bildung

Bei verhältnismäßig niederen Temperaturen (unter 350° C) entsteht primärer Markasit hydrothermal aus sauren Lösungen. Hier bilden sich pyramidale, tafelige oder prismatische Kristalle und Kristallgruppen. Markasit-Vorkommen aus “Primärer Bildung” findet man beispielsweise in Deutschland, Russland und den USA.

Sekundäre Bildung

In einst schlammigen Sedimenten, Mergel, Ton, Kreide und Braunkohle entsteht Markasit sekundär nahe an der Erdoberfläche. Vor allem in Braunkohle-Lagerstätten kann man radialstrahlige Konkretionen sowie knollige, rosetten- und traubenförmige Aggregate finden. Vorkommen aus “Sekundärer Bildung” gibt es in Deutschland, Frankreich, Spanien und Russland.

Verwitterung und Begleitminerale des Markasits

An der Erdoberfläche verwittert Markasit, trotz gleicher Mohshärte und chemischer Zusammensetzung, schneller als Pyrit. Dabei oxidiert sein Schwefelgehalt und es bildet sich während des Zerfalls Schwefelsäure, die am typischen Geruch des Schwefeldioxids zu erkennen ist. So entsteht über verschiedene Zwischenstufen Limonit oder Brauneisenerz.

Begleitminerale des Markasits sind beispielsweise Fluorit, Dolomit, Calcit, Quarz und natürlich die metallisch glänzenden Verwandten Pyrit (Katzengold), Bleiglanz (Galenit) und Zinnblende (Sphalerit).

Markasit und Pyrit in enger Verwandtschaft

Die beiden Eisen-Sulfide sind chemisch gesehen völlig gleich, unterscheiden sich jedoch in ihrer Kristallisation. Wie oben erwähnt, gehört Markasit zum ortho-rhombischen Kristallsystem, während Pyrit kubisch kristallisiert. Dieses Phänomen wird als “Polymorphie” bezeichnet, wenn verschieden ausgeprägte Kristall-Modifikationen aus derselben chemischen Zusammensetzung entstehen können. Dabei entscheidet wie so oft die Temperatur über die kristalline Ausprägung. Wird Markasit Temperaturen über 400° C ausgesetzt, wandelt er sich nämlich zu seinem kubischen Verwandten “Pyrit” um, der viel länger, da widerstandsfähiger, einer Verwitterung trotzt.

Markasit als Heilstein

Obgleich Markasit als “Gesundheitsstein” eine längere Tradition vorweisen kann, steht er bis heute im Schatten des wesentlich bekannteren Pyrits. Dabei stammen die Synonyme “Leberkies” und “Lebererz” ebenfalls wie die Bezeichnung “Gesundheitsstein” aus dem Volksmund, was auf eine lange therapeutische Nutzung schließen lässt. Tatsächlich bescheinigt die moderne Steinheilkunde dem Heilstein “Markasit” auch heute noch eine anregende Wirkung auf die Leber, die für alle entgiftenden Prozesse im Organismus und die Ausscheidung über die entsprechenden Organe zuständig ist.

Erkenne dich selbst!

Wer sich selbst gebührend schätzen kann, besitzt ein hohes Maß an Selbsterkenntnis und nimmt die eigenen Bedürfnisse ernst. Oft ist man jedoch so in Minderwertigkeitsgefühle, familiäre oder berufliche Zwänge und Forderungen nach Kompromissen verstrickt, dass durch Unterordnung und extreme Anpassung die persönlichen Wünsche nur noch im Unterbewusstsein das sprichwörtliche “Schattendasein” fristen. Um die Ursachen des eigenen Unglücklichseins zu ergründen, benötigt man aufrichtigen Mut, denn manchmal muss man tief in sich graben.

Hier kann Markasit dabei helfen, ignorierte Bedürfnisse wieder ins Licht des Bewusstseins zu holen und die Mechanismen zu erkennen, die unseren Selbstwert untergraben. So kann man eine unterwürfige Haltung und ständig unglückliche Gefühle endlich abschütteln und Glücksmomente sammeln, damit sich mit der Zeit ein stimmiges Wohlgefühl breit machen kann.

Markasit-Verwendung

Traditionell ist Markasit schon seit der frühesten Epoche der Menschheit im Einsatz. Der Gebrauch als “Feuerstein” ist durch Steinzeit-Funde dokumentiert. Tatsächlich ist die massige Struktur des Markasits sogar besser zum “Feuer machen” geeignet, als der wesentlich bekanntere Pyrit.

Als Rohstoff und Sammelobjekt

Heute baut man nur größere Markasit-Vorkommen für die chemische Industrie ab, um damit Schwefelsäure herzustellen. Meistens steht dieser Rohstoff allerdings weiterhin im Schatten des stabileren Pyrits. Da Markasit sehr schnell an der Luft zerfällt, ist eine Verwendung als Schmuckstein extrem selten. Seine attraktiven Kristall-Stufen finden zwar in der Sammelgemeinde Anklang, aber Würfel und Grüppchen aus Pyrit sowie die beliebten Pyrit-Sonnen sind meistens willkommener, da widerstandsfähiger.

Heilstein-Anwendung

Auch als Heilstein ist Markasit nicht sehr bekannt und angewandt, da man ihn nicht lange mit der Haut in Berührung bringen sollte. Um Hautreizungen und allergische Reaktionen zu vermeiden, darf man Markasit nie allzu lange tragen. Aber meistens soll sowieso ein kurzes Auflegen im Bereich des Nabels (Sakral-Chakra und Solarplexus)sowie in der Leber-Region genügen, um eine körperliche Wirkung zu erzielen. Für eine gewünschte, geistige Entwicklung stellt man am besten Kristalle oder eine schöne Markasit-Stufe in einem Raum auf, in dem man arbeitet oder meditiert.

Die Pflege des Markasits

Eisen-Sulfide darf man nicht mit Wasser reinigen. Deshalb sollte man Markasit und Pyrit nach einer längeren therapeutischen Anwendungen einmal in der Woche in Hämatit-Steinen “reinigen”. Manche Bücher erwähnen auch eine kurze Lagerung im Eisfach. Danach sollte der Heilstein in der Morgensonne oder mit Bergkristall erneut aufgeladen werden.

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