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Heilstein · Phosphate (Mangan-Eisen-Phosphat)-Familie

Purpurit

Das rotviolette Mangan-Eisen-Phosphat Purpurit soll kreative Lösungsansätze fördern und in Erschöpfungsphasen Energiereserven mobilisieren.

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Purpurit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Phosphate (Mangan-Eisen-Phosphat)
Mohshärte
4
Farbe
rotviolett, violett, tiefrosa
Chakra
Stirn-Chakra, Herz-Chakra, Nabel-Chakra, Wurzel-Chakra
Sternzeichen
Skorpion
Fundorte
USA, Kanada, Brasilien
Reinigung
Mit Hautkontakt am Körper tragen oder auflegen
Aufladung
Mit Bergkristall aufladen
Element
Feuer
Starborn Purpurit naturbelassenes Belegstück 10-20g, 1 Stein

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Purpurit im Überblick

Die Farbe Rot-Violett steckt schon in seinem Namen. Purpurit soll eine wache Auffassungsgabe fördert und in Phasen großer Müdigkeit und Niedergeschlagenheit Energiereserven mobilisieren.

Die prägende Purpurit-Farbe

Dieser Heilstein ist erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts in seiner Typlokalität “Kings Mountain” im US-Bundesstaat “North Carolina” aufgetaucht. Im Jahre 1905 erhielt er gemäß seiner rotvioletten Farbe (lat. “purpureus” für “purpurrot”) seinen heute noch gültigen Namen. Da deshalb traditionelle Überlieferungen zu einer therapeutischen Anwendung von Purpurit fehlen, sind die Erfahrungen der modernen Steinheilkunde diesbezüglich noch ziemlich frisch.

Wie ist Purpurit entstanden?

Purpurit ist ein Mangan-Eisen-Phosphat, das verhältnismäßig selten vorkommt. Meistens bildet es sich sekundär als Oxidationsprodukt bei allgegenwärtigen Verwitterungsprozessen. Doch dabei entstehen nur dünnere Krusten, die man nicht verarbeiten kann.

Seltener ist die “Primäre Bildung” des Purpurits, die sich bei einer hydrothermalen Umwandlung der Minerale “Triphylin” und “Lithiophilit” in Pegmatiten vollzieht. Charakteristisch ist hier der vorhandene Lithium-Gehalt, der aus den ursprünglichen Mineralien herausgelöst wird und sich im späteren Purpurit nur in Spuren wiederfindet. Zurück bleibt das “Mangan-Eisen-Phosphat”, wobei meistens der farbgebende Mangan-Gehaltdes Purpurits den Eisen-Gehalt deutlich übersteigt.

Erscheinungsform und Kristallsystem

Obwohl Purpurit im “Ortho-rhombischen Kristallsystem” kristallisiert, bildet er nur krustige Gesteinsüberzüge oder verfilzte Massen, die sich aus sehr feinen Kristallfasern aufbauen. Körnige bis massige Aggregate können eine Größe von 20 Zentimetern erreichen und dunklere Adern aus Mangan-Oxid zeigen. Im Rohzustand sind sie meistens auch auf der Oberfläche mit unattraktiven Mangan-Oxid-Krusten überzogen.

Um die verdeckte Purpur-Farbe sichtbar zu machen, greift man deshalb zu starken Säuren, die schließlich die dunklen Krustenbeläge ablösen. Danach besticht Purpurit durch sein violettes, rotviolettes bis tief rosafarbenes Äußeres und einen samtähnlichen Seidenglanz.

Purpurit-Bestimmungsmerkmale

Mit einer geringen Mohshärte von 4 bis 4,5 und Dichte von 3,7 erscheint Purpurit nur selten als Schmuckstein (Cabochon) auf dem Markt. Er ist auch als Roh- und Trommelstein nicht häufig anzutreffen und deshalb sehr teuer. Man erkennt Purpurit außerdem an seiner hellvioletten bis rosaroten Strichfarbe, an einer guten Spaltbarkeit und unebenen, spröden Bruchstellen. Seine Transparenz ist opak und nur ganz selten etwas durchscheinend.

Grundsätzlich ist Purpurit aufgrund seiner charakteristischen Farbe, opaken Transparenz und seinem samtigen Seidenglanz ziemlich unverwechselbar. Frische Bruchstellen zeigen die beliebte seidig glänzende Purpur-Farbe, allerdings können sich diese durch Oxidation mit der Zeit braunschwarz verfärben und matt werden. Es gibt jedoch einen Kandidaten, der Purpurit optisch sehr nahe kommt.

Purpurit und Heterosit

Das Eisen-Phosphat “Heterosit” bildet zusammen mit dem Mangan-Phosphat “Purpurit” eine sogenannte “lückenlose Mischkristall-Reihe”. Das bedeutet, dass Purpurit praktisch nie als reines Mangan-Phosphat vorkommt, sondern natürlicherweise immer auch einen gewissen Anteile an Eisen in sich trägt. Da die Übergänge von Purpurit zu Heterosit fließend sind und die Farbe oft sehr ähnlich ausfällt, kann nur eine Laboruntersuchung, durch die Bestimmung des jeweiligen Eisen- oder Mangan-Gehalts, Klarheit bringen.

Fließende Übergänge

Die meisten purpurfarbenen Gesteine beispielsweise aus Namibia enthalten zwar Purpurit, setzen sich jedoch oft größtenteils aus Heterosit zusammen. So kann man wohl behaupten, dass man wahrscheinlich nie einen reinen Purpurit ohne Heterosit-Anteil erwerben kann. Die beiden Phosphate hängen gewissermaßen zusammen wie “Pech und Schwefel”.

Heterosit ist allerdings schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt und wurde erstmals wissenschaftlich im Jahre 1825 beschrieben. Seine Typlokalität liegt in der französischen Region “Nouvelle Aquitaine”.

Purpurit als Heilstein

In esoterischen Kreisen ist Purpurit schon länger als spiritueller Heilstein sehr geschätzt. Allerdings gehört das rotviolette Mangan-Eisen-Phosphat in der Steinheilkunde nicht zur ersten Riege der Heilsteine, denn es ist selten und deshalb auch sehr teuer. Außerdem ist die Höhe des vorhandenen Purpurit-Gehalts in den angebotenen Roh- und Trommelsteinen nicht immer ersichtlich, sodass therapeutische Wirkungen verzerrt sein können.

Inspirierende und kreative Kräfte

Die Schärfung einer bewussten Wahrnehmung und wachen Aufmerksamkeit ist bei der Klärung von Konflikten aller Art sehr hilfreich. Purpurit kann dabei helfen, sensibler auf die eigenen Emotionen und Sinneswahrnehmungen zu reagieren und für das Gegenüber ein verständnisvolles Einfühlungsvermögen zu entwickeln. So können sich kreative Lösungsansätze für scheinbar unabänderlich verfahrene Situationen und Beziehungsprobleme zeigen, die zuvor von Unklarheiten, Unsicherheiten und Missverständnisse beherrscht, undenkbar schienen.

Endlich kann man noch offene Lebenszyklen abschließen, um unbeschwert einen notwendigen Neuanfang unter anderen Vorzeichen zu wagen. Dabei spielt auch der stimmungsaufhellende Aspekt des Purpurits eine große Rolle, der in Zeiten von andauernder Niedergeschlagenheit hoffnungsvolle Empfindungen und Gedanken zulässt.

Energiereserven aktivieren

In sehr anstrengenden Zeiten, in denen sich irgendwann energieraubende Schlafstörungen und Konzentrationsmangelerscheinungen breitmachen, kann Purpurit laut Steinheilkunde kurzfristig noch vorhandene Reserven mobilisieren. Allerdings kann ein Heilstein kein Allheilmittel sein, vor allem wenn ein ungesunder Lebensstil, Fremdbestimmung oder selbst gemachter Druck den Alltag bestimmen. Purpurit kann eine energiebringende Maßnahme bei Erschöpfung durch Schlafmangel und Überforderung sein, um die grundsätzlichen Ursachen für die Schwächung auszuräumen.

Regenerative Kräfte

Der sogenannte “Dreifacher-Erwärmer-Meridian” ist in der asiatischen Heilkunde (TCM) für eine gleichmäßige Energieverteilung im Körper zuständig. In diesem Bereich soll Purpurit seine Wirkung ganz besonders gut entfalten, sodass sich die Regeneration der Zellen in den Geweben und Organen sowie die allgemeine Reaktionsfähigkeit verbessern können. Die Steinheilkunde verwendet Purpurit außerdem therapiebegleitend bei Funktionsstörungen der Sinnesnerven.

Purpurit und das passende Chakra

Je nach dem, was man mit einem Heilstein erreichen möchte, kann man verschiedene Energiezentren einbeziehen. Der Kopf, das Herz, der Solarplexus oder das Schambein sind mögliche Körperbereiche, die sich für therapeutische Maßnahmen anbieten.

Das Stirn-Chakra

Wer bei sich selbst eine geistig Veränderung erzielen möchte und auf der Suche nach praktikablen Problemlösungen ist, kann Purpurit während meditativer Praktiken einsetzen. Bei einerliegenden Meditation sollte man diesen Heilstein auf das Stirn-Chakra (Drittes Auge) und bei einer sitzenden Meditation auf das Kronen-Charka legen.

Das sechste “Chakra der Erkenntnis” hat über den Hypothalamus und die Hypophyse im Gehirn einen großen Einfluss auf das seelisch-körperliche Wohlbefinden. Selbsterkenntnis und spirituelle Erfahrungen sind eng mit dem Stirn-Chakraverbunden, aus dem unsere Intuition erwächst.

Das Kronen-Chakra

Erst wenn alle sechs Chakra-Energien frei im Körper zirkulieren können, macht es Sinn auch das siebte Chakraam Scheitelpunkt des Kopfes miteinzubeziehen. Das Kronen-Chakra beeinflusst vor allem das Großhirn und die Epiphyse (Zirbeldrüse). Über das Hormon- und Nervensystem reguliert es den Ausgleich der Körperfunktionen und kräftigt das Immunsystem. Das in der Epiphyse hergestellte Schlafhormon “Melatonin” beeinflusst außerdem unseren gesamten Biorhythmus. Dieses Chakra ist das Zentrum unserer Spiritualität und verbindet uns mit dem universellen “Göttlichen”.

Das Wurzel-Chakra

Um Energiereserven des Körpers anzuzapfen, sollte man über das Schambein die Urenergie im Wurzel-Chakra aktivieren. Laut asiatischer Heilkunde (z. B. TCM) wohnt im Beckenboden (Steißbein, Damm und Anus) unser Urvertrauen, das die Basis für alle anderen Chakra-Funktionen bildet. Von diesem Basis-Chakra aus kann man die Nebennieren beeinflussen, die für die Bildung von Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol zuständig sind. Diese Hormone beeinflussen wiederum die Zirkulation des Blutes und damit auch die Funktion der Leber und daran gekoppelte Ausscheidungsprozesse.

Das Wurzel-Chakra steht für Lebenswillen, Kraft und Sicherheit, die durch ein Gefühl von Erdung und seelischer Ausgeglichenheit entsteht. Daraus erwächst schließlich ein gesundes Selbst- und Körperbewusstsein. Purpurit kann in diesem Körperbereich sehr intensiv wirken.

Das Sakral-Chakra

Wer seine kreativen Kräftewecken möchte, kann Purpurit am Tag auf dem Sakral-Chakra tragen. Dieses Chakra steht für Lebensfreude, Leidenschaft und Sinnlichkeit, weshalb es auch “Sexualchakra” genannt wird. Es beeinflusst die Blutreinigung und die Ausscheidung von Giftstoffen des Körpers über die Nieren und Blase, fördert die Fortpflanzungsorgane und versorgt den ganzen Beckenraum mit belebender Energie. Hier entstehen kreative Impulse, die sich in außergewöhnlichen, gedanklichen Einfällen zeigen und als unsere “Kinder” schließlich manifestieren können.

Das Nabel-Chakra (Solarplexus)

Ein starkes Selbstbewusstsein verleiht eine mutige Handlungsfähigkeit. Wer in diesem Bereich Defizite hat, kann Purpurit als gebohrten Trommelstein oder auch gefassten Anhänger auf dem Solarplexus tragen. Das “Persönlichkeitschakra” steht mit der Bauchspeicheldrüse in Verbindung, die unter anderem für eine ausgeglichene Ausschüttung von Insulin verantwortlich ist.

Körperliche und seelische Verdauungsvorgänge stehen hier im Mittelpunkt, sodass man nicht nur den Fett- und Eiweiß-Stoffwechsel, die Milz und das vegetative Nervensystem über das dritte Chakra beeinflussen kann. Im Nabel-Chakra treffen alle Emotionen aufeinander, die eine Entwicklung zu einer ausgeprägten Persönlichkeit vorantreiben. Mit sicherem Instinkt, festem Handlungswillen und begeisterter Lebensfreude wirkt ein Mensch mit frei fließendes Nabel-Chakra auf andere sehr anziehen.

Das Herz-Chakra

Für ein größeres Einfühlungsvermögen und einen verständnisvollen Umgang mit dem Umfeld, sollte man Purpurit auf das Herz-Chakra legen. Allerdings ziehen ausgerechnet Personen mit diesem emotionalen Defizit (niederer EQ) selten eine solche Maßnahme in Erwägung, denn meistens erkennen “Grob-Besaitete” leider nicht, dass ihnen etwas mehr soziale Kompetenz fehlen könnte.

Im Gegenzug kann jedoch für sowieso schon sehr sensible Personen (HSP) ein Auflegen oder Tragen des Purpurits auf dem Solarplexus oder in der Herzregion energetisch sehr heftig und emotional überwältigend ausfallen. Deshalb ist der Nabel- und Herzbereich für eine therapeutische Anwendung nicht bei jedem Menschen immer sinnvoll. Deshalb muss man Heilsteine mit einer hohen Energiewirkung immer vorsichtig für sich selbst austesten.

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