Die befreiende Pyritsonne
Unter den vielfältigen Erscheinungsformen des Pyrits, ist die Pyritsonne eine absolute Rarität, sodass man zugreifen sollte, wenn man ihr über den Weg läuft. Sie ist nicht nur äußerst attraktiv, sondern auch besonders effektiv im therapeutischen Bereich.
Wirkung und Anwendung
Die runden oder ovalen Scheiben mit ihrem gelben Metallglanz eignen sich hervorragend, um sie beispielsweise unter die Rippenbögen im Bereich der Leber oder des Nabel-Chakras (Solarplexus) zu legen. Dabei rät die "Traditionelle Chinesische Medizin" (TCM) die sogenannte "Organ-Uhr" nicht außer Acht zu lassen, die auch bei jeder asiatischen Behandlung mit Heilsteinen immer im Mittelpunkt steht.
Die Pyritsonne und das Nabel-Chakra
Obgleich die TCM Pyrit im Allgemeinen mit dem Nabel-Chakra verbindet, so soll dieser Heilstein jedoch die Fähigkeit besitzen auch alle anderen Chakras zu öffnen. Deshalb ist die messinggelbe Scheibenform des Pyrits ein wichtiges Werkzeug in jeder energetischen TCM-Behandlung. Für eine feinstoffliche Reinigung eignet sich in erster Linie das Nabel-Chakra, das kreative Impulse aus dem Sakral-Chakra mit dem Herzen verbindet.
Die Kunst, über sich selbst zu lachen
Wer unter depressiven Stimmungen, Ängsten, Selbstzweifeln und dunklen Emotionen und Gedanken leidet, kann die "strahlende Sonne" der Gesteinswelt für sich scheinen lassen. Ihre zentrierende Ausstrahlung bringt das Wesentliche in uns hervor, das mit einer gesunden Portion Selbstironie und (Galgen-) Humor betrachtet werden kann.
Erst wenn die Erkenntnis reifen kann, dass man selbst einer Situation Macht verleiht und dadurch die ernste Tragweite definiert, kann man das vermeintliche Unglück relativieren. Wer dabei den Witz hinter allem entdecken kann und sich auch selbst nicht zu ernst und wichtig nimmt, lernt schnell über sich selbst zu lachen. Denn es ist befreiend, wenn man sich von den eigenen negativen Gedanken und Emotionen distanzieren kann, ohne sie ins Unterbewusstsein zu verbannen. Man ist dann selbstbewusst der geistig-seelische Mensch, den man verkörpert, ohne die eigenen Licht- und Schattenseiten überzubewerten. Daraus erwächst auch viel Verständnis für all die anderen um uns her.
Psychosomatische Zusammenhänge
Die stimmungsaufhellende Wirkung einer Pyritsonne lässt früher oder später auch eine psychosomatisch eingeleitete Verbesserung in körperlicher Hinsicht erkennen. Um allerdings akute Krämpfe und Schmerzen zu lindern, sollte man die Scheibe für kurze Zeit mit Hautkontakt auf die betroffenen Körperbereiche (z. B. Gelenke, Wirbelsäule) legen. Bei Entzündungen kann dies direkt am Entzündungsherd oder in der Leberregion geschehen, um das Immunsystem, die Entgiftung und Regeneration anzuregen. Diese Maßnahmen sind jedoch bei ernstzunehmenden Erkrankungen nur therapiebegleitend zu sehen und kein Ersatz für notwendige medizinische Behandlungen.
Weitere Einsatzmöglichkeiten bei akuten Beschwerden
Wer wiederkehrend an Menstruations- oder Verdauungsproblemen leidet, sollte eine Pyritsonne regelmäßig morgens und abends für einige Minuten auf dem Unterbauch (Sakral-Chakra) platzieren. Bei Bronchitis und ähnlichen akuten Beschwerden mit der Lungen legt man die "Sonnenscheibe" auf die Brust (Herz-Chakra). Im akuten Fall und als Prophylaxe wirkt eine "wärmende Pyritsonne" besonders erlösend und hoffnungsvoll, wenn ein beschwertes Herz die Arbeit der Lunge und somit das Atmen psychosomatisch einschränkt.
Gegenanzeige bei Allergien
Da Pyrit als Eisensulfid auf den Haut Reaktionen auslösen kann, sollte dieser Heilstein nur kurzen Hautkontakt haben. Wer sensibel auf nickelhaltige Metalle reagiert oder gar schon eine deutliche Nickelallergie entwickelt hat, muss mit Pyrit vorsichtig umgehen. Je nach Entstehungsort kann er nämlich auch Spuren von Nickel enthalten. Eine innere Einnahme ist außerdem giftig.
Die Symbolkraft der Pyritsonne
Aufgrund der scheibenförmigen Erscheinung und goldenen Farbe erinnert diese Pyritform natürlich an die Himmelssonne, irdisches Gold und dadurch auch an Geldmünzen. Kein Wunder also, dass gottgegebene Macht (Sonne) und Reichtum (Gold) hier symbolisch nahe liegen.
In asiatischen Lehren, wie beispielsweise dem pragmatischen "Feng Shui" und ideologisch geprägten Heilsystemen, symbolisiert vor allem die Pyritsonne die männliche Energie "Yang" und somit mentale Stärke sowie körperliche Kraft. Damit sind außerdem Schutz, Erfolg, Wohlstand und geistig-seelische Gesundheit verbunden.
Im Allgemeinen schreibt man Pyrit eine Energie der Charakterformung zu, die eine schonungslose und verständnisvolle Selbsterkenntnis unterstützen. Eine Beschäftigung mit den eigenen Licht- (Sonne) und Schattenseiten (Mond) ist dabei unerlässlich. Das wussten schon die alten Chinesen (TCM).