Vorkommen des Cordierits
Das Magnesium-Aluminium-Silikat „Cordierit“ ist weit verbreitet. Jedoch nur an wenigen Orten kann dieses Mineral in großen Mengen abgebaut werden.
In Deutschland gilt der Bayrische Wald (Großer Arber) als erster Fundort (Typlokalität). Aber auch beispielsweise der Schwarzwald (z.B. Grube Clara), der Vogelsberg, Odenwald und das Siebengebirge bergen Cordierit-Vorkommen.
Außergewöhnlich schöne transparente Kristallfunde stammen aus Schweden (Provinz Dalarnas). Die bisher größten Kristalle von ca. 50 cm Länge kommen allerdings aus Spanien (Sierra de Guadarrama).
Weitere Fundorte liegen auf allen Kontinenten:
Europa (z.B. Österreich, Finnland, Frankreich, Italien, Polen, Ungarn, England, Irland…)
Amerika (z.B. USA, Kanada, Brasilien, Argentinien, Peru…)
Afrika (z.B. Äthiopien, Marokko, Namibia, Madagaskar, Tansania, Südafrika…)
Asien (z.B. China, Japan, Indien, Sri Lanka, Russland…)
Australien und Antarktis
Merkmale des Cordierits
Kristallsystem und Pleochroismus
Obwohl Cordierit zum orthorhombischen Kristallsystem gehört, bildet er nicht oft größere Kristalle, die als Zwillinge auch pseudohexagonal erscheinen. Transparente Kristalle zeigen dabei deutlich den oben erwähnten dreifarbigen Pleochoismus, der bei einem Wechsel des Lichteinfalls und Blickwinkels entsteht.
Meistens tritt Cordierit jedoch als kleinere Körner in Gesteinen oder dichte Aggregate und Massen auf.
Glanz, Transparenz und Härte
Cordierit zeigt Fett– bis Glasglanz und ist durchsichtig bis durchscheinend. Bei zu Cabochons geschliffenen Steinen kann man manchmal auch den optischen Effekt eines Katzenauges (Chatoyieren) beobachten.
Seine Strichfarbe ist weiß, und er lässt sich nur unvollkommen mit einem spröden, muscheligen Bruch spalten. Mit einer Mohshärte von 7 bis 7,5 gehört dieser Heilstein zu den härteren Mineralien, die sich als Kristalle auch als Schmuck- und Edelstein eignen. Seine Dichte liegt zwischen 2,58 und 2,66.
Verwechslungen mit anderen Mineralien
Im geschliffenen Zustand kann man Cordierit tatsächlich mit blauem Saphir, Tansanit (blauer Zoisit) oder Amethyst verwechseln. Ein Saphir ist schnell über seine Edelsteinhärte von 9 identifiziert. Zeigt der vermeintliche Cordierit jedoch keinen eindeutigen Pleochroismus, kann nur eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung den Unterschied aufzeigen und einen Tansanit oder Amethyst entlarven. Fälschungen aus Glas sind ebenso trügerisch und schwer als solche zu erkennen.
Cordierit als Edel- und Heilstein
Mit Hilfe des Cordierits lässt sich Keramik herstellen, die besonders gut Temperaturschwankungen aushält. Transparente Kristalle werden außerdem zu Schmuck- und Edelsteinen verarbeitet, da sie eine hohe Härte haben und optisch mit Saphir und Tansanit mithalten können.
Als Heilstein ist Cordierit allerdings eher unbekannt und wird daher selten verwendet. Dabei wirkt er sich auf den Menschen ähnlich aus wie auf Keramik, denn er kann die Widerstandskraft und das Durchhaltevermögen in schwierigen Situationen vergrößern. Selbstsicher und verantwortungsbewusst stellt man sich mit seiner Hilfe unvermeidbaren Pflichten und lernt sie zu meistern.
Körperlich soll Cordierit entspannend, auf die Nerven beruhigend und schmerzlindernd wirken. Er kann allgemein die Leistungsfähigkeit des Körpers steigern. Dafür sollte er über einen längeren Zeitraum als Kette oder Anhänger direkt am Körper getragen werden.
Der seltene „Iolith-Sonnenstein“ oder „Aventurin-Cordierit“
Ein Cordierit mit Einlagerungen von Hämatit bringt als Heilstein einen zusätzlichen Aspekt in das Wirkspektrum. In besonders aussichtslosen Situationen soll diese Varietät die Kraft mobilisieren sich selbst zu überwinden, nicht aufzugeben und die Hoffnung nicht zu verlieren. Außerdem kann man lernen aus Niederlagen und Unglück geistigen Nutzen zu ziehen und die Erfahrungen sinnvoll als Wissensschatz zu integrieren.
Körperlich wird diese Varietät außerdem bei Schwächezuständen eingesetzt.