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Heilstein · Korund (Oxide)-Familie

Saphir

Der Saphir, eine Korund-Varietät mit charakteristischem Blau, besticht durch seine außergewöhnliche Härte und vielfältige Farbpalette. In der Steinheilkunde gilt er als Stein für Geisteskraft und innere Ruhe.

blaufarblosrosagelbbraungrünschwarzKorund (Oxide)Hals-ChakraStirn-ChakraNabel-ChakraHerz-Chakra
Saphir - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Korund (Oxide)
Mohshärte
9
Farbe
blau, farblos, rosa, gelb, braun, grün, schwarz
Chakra
Hals-Chakra, Stirn-Chakra, Nabel-Chakra, Herz-Chakra
Sternzeichen
Schütze, Jungfrau
Fundorte
Sri Lanka, Indien, Thailand
Reinigung
Wöchentlich unter fließendem Wasser reinigen
Aufladung
In Bergkristall-Gruppe aufladen oder in der Morgensonne
Element
Luft
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Saphir im Überblick

Bekannt ist das typische Saphir-Blau, aber diese Korund-Varietät kann neben seinen verschiedenen Blautönen auch farblos sein oder die Farbe Gelb, Orange, Rosa und Grün bis Schwarz haben.

Saphir soll Schmerzen lindern, alle Heilungsprozesse fördern und Fieber senken. Die Steinheilkunde setzt Saphir therapiebegleitend auch bei psychischen Erkrankungen ein.

Der “schöne, blaue Stein” - Saphir

Wie der rote Rubin, so gehört auch der Saphir in die Familie der Korunde und somit zur Mineralklasse der Oxide. Ein Korund ist fast so hart wie ein Diamant, der als Maßstab dient, an dem alle anderen Mineralien in ihrem Härtegrad gemessen werden. Denn er ist mit seiner Mohshärte 10 das härteste, natürliche Mineral auf unserem Planeten. Saphir belegt als Korund mit einer Mohshärte von 9 den zweiten Platz auf der mohs´schen Härteskala, sodass dieses Bestimmungsmerkmal ein sicheres Zeichen für ein Mitglied der Korund-Familie ist.

Weitere Bestimmungsmerkmale des Saphirs

Neben der eindeutig kennzeichnenden Mohshärte von 9 und einer recht hohen Dichte um die 4,0, sind alle anderen Merkmale nicht so aussagekräftig. Dazu gehört eine undurchsichtige bis durchsichtige Transparenz, die nur in einer Edelstein-Qualität auch Glasglanz zeigt. Mit einem unebenen, eher kleinmuscheligen bis splittrigen Bruch besitzt Saphir außerdem keine Spaltbarkeit. Auch seine weiße Strichfarbe ist, angesichts der Häufigkeit bei Mineralien (z.B. Quarze, Berylle wie Aquamarin u.v.m.), für sich genommen nicht klar richtungsweisend.

Die Farbenvielfalt der Saphire

Auch wenn ein Saphir für seine beeindruckende, blaue Farbe bekannt ist, kann er doch mit einer größeren Farbenvielfalt aufwarten. Dabei sind Einlagerungen der chemischen Elemente “Titan” (Ti), “Eisen” (Fe), Vanadium” (V) und “Chrom” (Cr) im eigentlich farblosen, reinen Korund farbgebend.

Das Fehlen von “Chrom” definiert

Glänzt ein Korund in einem tiefen Rot, so handelt es sich immer definitionsgerecht um einen Rubin. Alle roten Korunde werden so durch ihren hohen Chromgehalt zu einem Rubin. Übrig bleiben somit alle anderen Farbmöglichkeiten, die ein Korund zeigen kann. Diese fasst man unter der Bezeichnung “Saphir” zusammen.

Mögliche chemische Elemente im Saphir

Typisch für den Saphir ist allerdings immer noch seine facettenreiche Blaupalette, die von einem strahlenden Himmelblau bis zu einem tiefen, fast schwarzen Dunkelblau reicht. Sie entsteht durch eine entsprechende Titan-Einlagerung, kombiniert mit Eisen (Fe) oder Cobalt (Co). Laut Definition zählen jedoch inzwischen auch die farblosen, chemisch reinen Exemplare (Leukosaphir) und alle nicht roten Korunde zu den Saphiren. Dabei färbt die Einlagerung von vorrangig Eisen den Edelstein in gelbe bis bräunliche sowie grüne Farbtöne und die Kombination von Vanadium (V) und Titan (Ti) bringt rosa bis violette Töne hervor. Sind zusätzlich auch noch Spuren von Chrom (Cr) und Eisen (Fe) im Gefüge des Saphirs vorhanden, entsteht die Farbe “Orange”.

Rosa Saphir

Geringste Spuren von Chrom erzeugen eine so zarte, rosafarbene Tönung, die scheinbar keine klare Definition zulässt, denn manchmal erscheinen diese Edelsteine wahlweise unter der Bezeichnung “Rosa Saphir” oder “Rosa Rubin” auf dem Markt.

Allerdings unterscheidet sich hier allein durch die Namensgebung die Einschätzung der Wertigkeit, denn ein Rubin mit schwacher Farbe ist natürlich nicht so wertvoll wie ein taubenblutrotes Exemplar mit höchster Edelstein-Qualität.

Ein “rosafarbener Saphir” hingegen erweckt den Eindruck des Besonderen, denn nach wie vor taucht bei dem Begriff “Saphir” meistens das charakteristische “Saphir-Blau” in unserer Vorstellung auf. Dementsprechend muss ein rosa, gelber oder grüner Saphir etwas Seltenes sein, sodass man auch eine höhere Wertigkeit damit verbindet. Tatsächlich sind diese Farbtöne im Vergleich zu blauen Exemplaren seltener zu finden.

Traditionelle Wurzeln

Der Name “Saphir” stammt wahrscheinlich aus der altgriechischen Sprache (sappheiros) und bedeutet einfach nur “blauer Stein”. Mit dem lateinischen “sappirus” bzw. “sapphirus” bezeichnete man ursprünglich viele blaue Edelsteine, allen voran der heutige “Lapislazuli”. Allerdings kann auch eine noch ältere Ursprungsquelle im aramäischen Wort “sampir” liegen, das man mit “die Schöne” (Saphira) übersetzt. In diesem Zusammenhang stehen wohl auch das hebräische “sappir ” oder arabische, in die lateinische Schrift übersetzte “safir”.

Der Stein des Saturns

In der altindischen Sprache “Sanskrit” wird der “blaue Schöne” zusätzlich einem Planeten zugeordnet und als “Liebling des Saturns” beschrieben, sodass auch “Shani priya” wahrscheinlich bei der Entstehung der Bezeichnung “Saphir” mitmischt.

Der Stein des Saturns stand symbolisch für den Himmel, für Magie und die Engelswelt, aber auch immer schon für Treue und Freundschaft.

Die namengebende Saphir-Härte

Schließlich kommt außerdem noch das babylonischesipru” mit der Bedeutung “ritzen” in Frage, denn diese Ableitung scheint aus heutiger Sicht ebenfalls eine einleuchtende Möglichkeit des Namenursprungs zu sein. Da Korunde (Saphire und Rubine) alle Mineralien ritzen können, außer den noch härteren Diamanten, könnte nicht die Farbe oder Attraktivität, sondern ebenso die hohe Mohshärte von 9 namengebend gewesen sein.

Entstehung eines Saphirs

Selten entsteht Saphir primär in einer liquidmagmatischen Bildung. Dort erscheint er als Gemenge-Anteil in Magmatiten mit hohem Aluminiumgehalt (z. B. Granit und Syenit) und deren Pegmatiten. Beispielsweise Madagaskar besitzt diese primäre Form von Saphiren.

Allerdings stammen Saphire weitaus häufiger aus einer “Tertiären Bildung”, wo sie durch eine Kontakt- oder Regionalmetamorphose in beispielsweise “Kristallinen Schiefern”, Marmor oder Gneisen entstehen. Sri Lanka und Indien verfügen über diese Art der Lagerstätten.

Saphir aus Flussablagerungen

Da Saphir eine sehr hohe Mohshärte von 9 besitzt, ist er entsprechend widerstandsfähig gegen Verwitterungsprozesse. So ist es kaum verwunderlich, dass man ihn auch im Geröll von Flüssen, sogenannten “Seifen”, finden kann. Während das weichere Umgebungsgestein des Saphirs schon lange den Kräften der Erosion erlegen ist, konnte er sich auch im Zuge des Weitertransports bis in die Flussniederungen behaupten. Viele dieser “geschürften” Edelsteine stammen aus Lagerstätten in Thailand, Sri Lanka, Myanmar, China und den afrikanischen Ländern Malawi, Tansania, Nigeria oder Madagaskar. Aber auch die USA und der australische Kontinent besitzen diese Art der Saphir-Vorkommen.

Das Saphir-Erscheinungsbild

Im “Trigonalen Kristallsystem” entstanden, bildet Saphir prismatische Kristalle mit leichter Außenwölbung sowie steile sechsseitige Doppel-Pyramiden (Di- oder Bipyramiden) oder charakteristische Rhomboeder-Formen. Die Größe der Kristalle liegt bei wenigen Zentimetern bis Dezimetern Länge und man findet sie meistens als Einsprengsel von entsprechenden Gesteinen. Saphir kann im Besonderen auch Kristall-Zwillinge oder gar Viellinge bilden, erscheint aber auch in Form von spatigen, derben Massen.

Mehrfarbigkeit, Transparenz und Glanz

Wie oben schon beschrieben, gibt es farblose, gelbe, bräunliche und rosafarbene Saphire sowie grüne, charakteristisch blaue und violette bis schwarze Varianten. Zwei- oder gar mehrfarbige Kristalle jedoch, wie man sie in Queensland (Australien) finden kann, gehören zu den ausgesprochenen Raritäten. Hier gleicht kein Edelstein dem anderen. Meistens erscheinen helle und dunkle Blautöne in verschiedenen Zonen des Edelsteins und lassen jeweils eine unterschiedliche Transparenz erkennen. Da Saphir als Rohstein oft matt ist, zeigt sich erst nach dem Schleifen einer Edelstein-Qualität gänzlich die durchsichtige Transparenz und der gewünschte, attraktive Glasglanz.

Rutilfaser-Einlagerungen im Saphir

Manchmal entsteht ein ganz besondere Lichteffekt, wenn in der Bildungsphase des Saphirs richtungsorientiert sehr dünne, nadelige Rutilfasern eingeschlossen wurden. Dann kommt es durch das einfallende Licht auf der Edelstein-Oberfläche zu einer “Licht-Erscheinung”, die man je nach Ausbildung “Asterismus” (Sternsaphir) oder “Chatoyance” (Saphir-Katzenauge) nennt. Diese seltenen Saphire erhalten immer einen Cabochon-Schliff, dessen gewölbte, glatte Oberfläche den jeweiligen, optischen Lichteffekt am besten zur Geltung bringen kann.

Handelsnamen und Synonyme für Saphir

Während die schwarze Variante unter dem wohlklingenden Begriff “Blackstar” vermarktet wird, gibt es noch die allgemeine Bezeichnung “Asteria” für Saphire mit einer sternförmigen, sechsstrahligen Lichtreflexion. Das Katzenauge trägt auch den Namen “Girasolsaphir” und sogenannte “Katzen”- oder “Luchssaphire” zeigen entsprechend gefleckte Färbungen.

Synonyme der Farbe entsprechend

Ein sogenannter “Telesia” und viele Kaschmir-Saphire zeigen ein strahlendes Kornblumenblau., das dem klassischen Saphir-Blau entspricht. “Chlorosaphire” erscheinen jedoch in einem tiefen Dunkelgrün, “Topasasterien” (Sternsaphire) sind oft gelb und ein “Leukosaphir” ist farblos, da er keine verunreinigende Fremdstoffe in seinem Gefüge besitzt.

Violett- und Rosa-Orange-Töne

Zusätzlich gibt es rotblaue bis violettePurpursaphire” und “Indigosaphire”, sowie den vorwiegend aus dem asiatischen Raum stammenden “Padparadja” oder “Padparadscha”, die die Farbpalette des Saphirs ergänzen. Dabei bezieht sich die Bezeichnung “Padparadja” wahrscheinlich auf das singhalesische Wort für “Lotusblüte”, da hier rosa bis orangefarbene Lachstöne vorherrschend sind. In seiner natürlichen Form stammt dieser seltene Saphir eigentlich aus Sri Lanka, allerdings kommen lachsfarbene Saphire, die eine entsprechende, künstliche Farbbehandlung hinter sich haben, inzwischen aus aller Welt. Logischerweise sind diese manipulierten Exemplare zwar durchaus schöne Schmucksteine, aber durch diese Prozedur als Heilsteine unbrauchbar geworden.

Irreführende Synonyme

Saphire mit Farbwechsel können mit der irreführenden Bezeichnung “Sri-Lanka-Alexandrit” auf dem Markt erscheinen. Dabei ist dieser durchsichtige Edelstein in Wahrheit ein chromhaltiger Chrysoberyll und hat eine Härte von maximal 8,5 zu bieten.

Veraltet und ebenfalls extrem irreführend sind zudem die Synonyme “Orientalischer Aquamarin” und “Orientalischer Smaragd” für grünblaue bis grüne Saphire. Aber auch die beiden Mitglieder der “Beryll-Familie” kann man gut über ihre geringere Mohshärte von 7,5 bis 8 identifizieren.

Natürlich ist ebenso die Bezeichnung “Orientalischer Hyazinth” für einen rosafarbenen Saphir und “Orientalischer Topas” für eine gelbe Varietät nicht gerade glücklich gewählt. Der historische Hyazinth ist nämlich ein “Zirkon”, der einer Härte von 6,5 bis 7,5 besitzt und in bester Qualität Diamantglanz zeigt. Topas wiederum gehört zu den Insel-Silikaten und hat eine Mohshärte von 8 vorzuweisen.

Weitere Synonyme

Demantspat, Harmophan, Hartspat, Sanritana und Smyris sind weniger gebräuchliche Synonyme des Saphirs. Sie beziehen sich teilweise auf seine hohe Härte (Hartspat und Demantspat).

Mögliche Verwechslungen mit anderen Edel- und Heilsteinen

Saphire erscheinen als Rohsteine oder Rohkristalle, aber auch als Trommelsteine und Donuts auf dem Markt. Da Saphir zu den beliebtesten und wertvollsten Schmuck- und Edelsteinen gehört, versieht man seine besten Qualitäten jedoch mit einem hochwertigen Facetten-Schliff. Diese sind dann in Schmuckstücken der Schmuckindustrie, aber auch in individuell hergestellten Goldschmiedearbeiten aus Edelmetall zu finden. Allerdings ist vor allem in diesem geschliffenen Zustand die Gefahr groß, dass man einen Saphir mit ähnlich erscheinenden Edel- und Schmucksteinen verwechselt.

Schwer zu unterscheiden!

“Verwechslungskandidaten” sind hier in den meisten Fällen “Tansanit”, “Spinell” und “Topas”, aber auch “Cordierit”, “Zirkon”, “Disthen” und “Apatit” sowie “Indigolith” und “Benitoit” kommen in Frage. Eine zweifelsfreie, rein optische Unterscheidung ist jedoch bei den meisten der erwähnten Schmuck-, Edel- und Heilsteinen oft nicht möglich, sodass sich selten eine fundierte, mineralogisch-gemmologische Untersuchung vermeiden lässt.

Varietäten und verwandte Steine

Zu den Varietäten des Saphirs mit eigener Beschreibung gehören:

  • Sternsaphir - Der Edelstein “Saphir” hat bekanntermaßen die Farbe “Blau”, allerdings gibt es auch farblose, grüne, gelbe, violette und rosafarbene Exemplare.

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