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Heilsteine für Einsteiger – welche Steine sind ein „Muss“?

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In schwierigen und stressigen Zeiten greifen viele Menschen zu eher ungewöhnlichen Mitteln, wenn das Gewohnte keine Wirkung mehr zeigt. Das Thema „Heilsteine“ ist in den letzten Jahren mehr als nur ein Trend geworden und findet immer mehr Anhänger.

Viele versprechen sich von den schönen Edel- und Schmucksteinen, als Heilstein verwendet, beispielsweise mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag. Doch wer sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat, kann sich von der Vielfalt dieser Mineralienwelt überfordert fühlen. Hier werden einige Heilsteine vorgestellt, die Empfehlungen und Anregungen sein können, wie man sich diesem komplexen Thema als Einsteiger nähern kann.

Wie Heilsteine traditionell ihre Wirkung entfalten

Selbst in unserem aufgeklärten, digitalen Zeitalter gibt es noch viele ungeklärte Phänomene, für die noch Forschungsbedarf besteht. So haben in den letzten Jahren sogenannte spirituelle „Geistheiler“ wieder an Bedeutung gewonnen, bei denen unter anderem auch Edel- und Heilsteine im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen können. Hier sind die besonderen Steine als wertvolle Unterstützung gedacht.

Auch wer nicht an solche spirituelle Praktiken glaubt, kann trotzdem unter Umständen von den Energien der verschiedenen Mineralien profitieren. Da nicht jeder Mensch sein Leben auf spirituellen Überlegungen aufbaut, so kann das Thema „Steinheilkunde“ auch sehr pragmatisch und analytisch angegangen werden.

Menschen, die emotionale Hilfe oder auch körperlich allgemein mehr Vitalität benötigen, sollten der Wirkkraft der Edel- und Heilsteine nicht blind vertrauen. Denn unser Verstand will schließlich nicht aus dem Prozess ausgesperrt werden.

Der Rosenquarz für ägyptische Königinnen

Schon vor Jahrhunderten waren sich die Menschen der Schwingungen bewusst, die einzelne Steine ausstrahlten. Edelsteine und Mineralien waren als therapeutische Hilfe für Körper und Seele immer schon ein Teil des Lebens.

Auch für die Schönheit ließen sich beispielsweise ägyptische Königinnen die Haut mit Rosenquarzen massieren, sehr lange, bevor die modernen Gesichtsroller und Massagestäbe aus Rosenquarz, Jade, Amethyst oder Aventurin unseren Beauty Trend auslösten und den Markt eroberten. Die aus Edelsteinen geschnitzten Amulette fanden außerdem in allen Pharaonengräbern ihren Platz, um die Seele des Herrschers zu beschützen und sicher ins Jenseits zu begleiten.

Etwas Geduld ist notwendig

Für einen Rationalisten ist eine traditionelle Anwendung natürlich noch lange kein Beweis für eine tatsächliche Wirksamkeit. Gerade alle Verstandesmenschen erwarten oft eine medikamentöse Anwendung, wenn sie den Begriff „Heilstein“ hören. Da jedoch kein Mineral wie eine Schmerz-, Beruhigungs- oder Schlaftablette wirken kann, wird ungeduldig schnell alles in den Bereich der Mystik oder Esoterik abgeschoben.

Allerdings kann auch so mancher „Kopfmensch“ von einer sanften, langsam abnehmenden Schmerzlinderung überrascht werden, wenn er denn nicht gleich wieder losstürmt, um seinem Alltag gerecht zu werden. Zumindest bleiben unsere Organe von den schädlichen Nebenwirkungen verschont, die sich bei pharmazeutischen Schmerzmitteln früher oder später zeigen.

Heilsteine sind manchmal wie Katalysatoren, die einen körperlichen oder seelischen Prozess in uns in Gang setzen können, der nur auf einen Anstoß gewartet hat.

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Heilsteine für Einsteiger – welche sind zu empfehlen?

Zugegebenermaßen kann nicht jeder Mensch eine Affinität gegenüber Mineralien, und im Besonderen gegenüber Heilsteinen, entwickeln. Deshalb können einige Mineralien für eine Testphase gerade für Anfänger und Unentschlossene eine erste Orientierung sein. Diese drei Klassiker dürfen dabei nicht fehlen.

Rosafarbener Quarz für das Einfühlungsvermögen

Der schon erwähnte Rosenquarz ist mit seiner zarten Farbe vor allem bei Frauen sehr beliebt. Auch wenn keine „Heilserwartungen“ mit ihm verbunden werden, schätzt man seine dekorative Attraktivität. Da dieser Quarz für sensible Menschen eine deutlich spürbare belebende Ausstrahlung hat, ist er in Gemeinschafts- und Arbeitsräumen besonders hilfreich. Außerdem muss man sich nicht gleich in Unkosten stürzen, wenn man einen Rosenquarz erwerben möchte.

Lilafarbener Quarz für den inneren Frieden

Eine weitere Quarz-Varietät besticht durch seine hellen bis zu tiefdunklen Violett-Töne. Auch der Amethyst dürfte vielen „Nicht-Profis“ ein Begriff sein. Seine schlaffördernden Eigenschaften als hellvioletter Schmuckstein sind vielfach erprobt und erlebt worden. In seiner tiefvioletten Ausführung hat er vor allem als Druse ein großes Vitalisierungspotenzial.

Die bloßen Füße auf zwei kleinere Stücke gestellt, können Kopfschmerzen und Migräne lindern und im besten Fall sogar vertreiben. Gerade bei einer langen Computerarbeit eine willkommene „Reflexzonen-Massage“ für die müden Füße und Beine.

Klarer Kristallquarz für eine bessere Wahrnehmung

Der dritte Klassiker, der zu einer „Anfänger-Phase“ passt, ist der bekannte und beliebte Bergkristall. Die verschiedenen Ausprägungen seiner Kristallformen, und auch die wunderschönen Bergkristall-Gruppen, sind nicht nur optische Schönheiten. Dieser, in der Steinheilkunde als „Allrounder“ eingesetzte Heilstein, kann überall seinen Platz finden, nur nicht im Schlafzimmer. Sensible Menschen könnten sonst gar keine Ruhe finden, da Bergkristalle selbst eine große energetische Ausstrahlung besitzen, und zusätzlich noch die Wirkung anderer Mineralien verstärken können.

Heilsteine für den nächsten Schritt

Ein Schörl für die Konzentration

Schwarze Turmaline gehören beispielsweise zu den Schutz-Steinen. Diese auch „Schörl“ genannten Heilsteine werden für Menschen empfohlen, deren Sensitivität oft im pragmatischen Alltag zu Reizüberflutungen führen kann.

Ein Lapislazuli fürs Selbstbewusstsein

Ein weiterer, oft als bekannter Schmuckstein verwendeter Heilstein, ist der blaue Lapislazuli. Dieser wird gerne zur Steigerung des Selbstbewusstseins empfohlen. Allerdings fördert er auch unsere Wahrheitsliebe und lässt diese manchmal schonungslos verbal in die Welt fließen. Wahre Freundschaften können Ehrlichkeit und Konfliktbereitschaft aushalten, Höflichkeiten werden hier selten ausgetauscht. Die Steinheilkunde empfiehlt ihn körperlich bei Halsbeschwerden. Eine Lapislazuli-Halskette darf deshalb auch ruhig etwas kürzer sein.

Ein Karneol für standfesten Mut

Dieser orange leuchtende Heilstein soll auf den Kreislauf enorm anregend wirken. Realismus und ein pragmatischer Tatendrang werden gefördert, sodass für Probleme schnell Lösungen gefunden werden können. Dieser Heilstein verbreitet gute Laune und könnte allen „Morgenmuffeln“ eine Hilfe sein, beschwingter in den Tag zu starten.

Aller guten Dinge sind drei – Jaspis, Fluorit und Rhodonit

Kreative Ausdauer – der Jaspis

Die Vielfalt der „Jaspis-Familie“ ist groß. Außerdem ist der Jaspis meistens so gut verfügbar, dass auch der Erwerb sich oft günstig gestaltet. Hier kann der persönliche Geschmack sich austoben. Die zart elfenbeinfarben, gelben, grünen, bunten, gestreiften, getupften oder energievoll roten Exemplare ergeben eine sehr unterschiedlich gestaltete Auswahl.

Selbst der „Turitella-Jaspis“ mit seinen kleinen, versteinerten Schnecken-Musterungen stellt keine Seltenheit dar. Jaspis ist so vielseitig einsetzbar, dass sich eine Testphase auf jeden Fall lohnt. Je nach Varietät kann beispielsweise eine willensstarke Ausdauer, eine kontrollierte Abwehrkraft oder eine neugierige Fröhlichkeit gefördert werden.

Organisation ist das halbe Leben –  der Fluorit

Fluorit ist der Meister der organisierten Konzentration. Eine blau-grüne Fluorit-Halskette mit möglichst großen Steinen kann einem verspannten Nacken bei der Computerarbeit entgegen wirken, sodass Kopfschmerzen weniger häufig auftreten. Außerdem kann die Konzentrationsfähigkeit um ein Vielfaches gesteigert werden. Ein größeres Fluorit-Exemplar auf dem Schreibtisch ist also einen Versuch wert, um bei der Arbeit einen klareren Kopf zu behalten.

Heilung und Vergebung – der Rhodonit

Und zum Schluss sollte auch der beste „Wundheilstein“ nicht fehlen, den die Steinheilkunde zu bieten hat. Der Rhodonit kann bei allen stressigen, überfordernden oder gar schockierenden Erfahrungen vorbeugend (Zahnarzt) oder auch nachträglich (körperliche oder seelische Verletzungen) eingesetzt werden. Bei einer emotionalen Überforderung, bis hin zu traumatischen Erlebnissen, kann ein Rhodonit besonders gut auch jede Therapieform begleitend unterstützen, da er ruhig und besonnen macht. Daraus erwächst der Mut, sich auch unangenehmen Notwendigkeiten zu stellen.

Bild: @ depositphotos.com / Photosg