Berühmte Diamanten und ihre Geschichte

Berühmte Diamanten und ihre Geschichte

Für viele Menschen sind Diamanten funkelnde, sehr wertvolle Edelsteine. Diamanten sind aber auch Heilsteine, die Reinheit und festen Willen symbolisieren. Die Griechen und die Ägypter sahen in Diamanten die Könige der Edelsteine, die unbezwingbar waren und zudem ein Stück der Ewigkeit darstellten. Im Mittelalter wurde kostbaren Steinen nachgesagt, dass derjenige, der sie trägt, den göttlichen Glanz auf Erden verkörpert und dass er erleuchtet wird. Berühmte Diamanten haben deshalb vielleicht so abenteuerliche Geschichten.

Der Orloff und seine wechselvolle Geschichte

Geht es um berühmte Diamanten, dann darf der Orloff, ein vollkommener, reiner blaugrüner Diamant nicht fehlen. Angeblich stammt der Stein von einer Skulptur eines hinduistischen Gottes in einem Tempel in Indien. Dort soll ein französischer Deserteur den Stein im 18. Jahrhundert gestohlen und für 2000 Pfund an einen englischen Seemann verkauft haben. Dann verschwindet der Stein, um am Hof der russischen Zarin Katharina der Großen wieder aufzutauchen. Ihr Geliebter, der Offizier Grigori Orloff, soll der Kaiserin den geschliffenen Stein geschenkt haben. Heute gehört er zum Moskauer Staatsschatz.

Berühmte Diamanten – der Koh-i-Noor

Mit seinen 105 Karat und seiner markanten Form ist der Koh-i-Noor in jeder Liste für berühmte Diamanten enthalten. Er stammt aus Persien und ist einer der ältesten Diamanten der Welt. Er wurde 1304 entdeckt und war im Laufe der Jahrhunderte viel unterwegs. Zunächst war er im Besitz von afghanischen und indischen Adelsfamilien, schließlich landete er im Besitz der Ostindischen Gesellschaft. Diese schenkte ihn 1850 Königin Viktoria, die den Diamanten als Brosche trug. Später wurde der „Berg des Lichts“ ein Teil der englischen Königskrone und ist als Teil der Kronjuwelen im Londoner Tower zu bewundern.

Der Sancy – der verschwundene Diamant

Einige weltberühmte Diamanten haben fantastische Geschichten und sind verschwunden, wie der birnenförmige Sancy. Ursprünglich gehöre der Sancy dem burgundischen Herzog Karl dem Kühnen. Leider verlor er ihn während einer Schlacht 1477. Im 16. Jahrhundert taucht er wieder auf, und zwar im Besitz von Sancy, dem französischen Botschafter in der Türkei. Dieser verlieh den Diamanten an den französischen König Heinrich III., der den Diamanten unter einer Mütze trug, die seine Glatze verdeckte. Ein Jahrhundert später landete der Sancy beim englischen König Jacob I., der ihn an seinen Sohn weitergab. Er nahm den Diamanten mit, als er aus England fliehen musste. Zum letzten Mal erwähnt wird der Sancy während der Französischen Revolution und dort verliert sich seine Spur. Er ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Blue Hope – der Unglücksstein

Der blaue Diamant wurde nach seinem Besitzer Henry Thomas Hope benannt und er brachte ihm nichts als Pech. So verlor Hopes Sohn sein gesamtes Vermögen und musste den Diamanten an eine Frau verkaufen, die später Selbstmord beging. 1949 wurde er vom Juwelier Harry Winston erworben, aber kaufen wollte den Unglücksstein niemand mehr.

Fazit zu Berühmten Diamanten

Dass Reichtum nicht unbedingt glücklich macht, zeigen die Geschichten der weltbekannten Diamanten. Als Heilstein ist der Diamant jedoch eine deutlich bessere Wahl, selbst wenn er eher klein ist. Er soll die Menschen vor Boshaftigkeit und vor Jähzorn bewahren, vor Gicht und vor Schlaganfällen schützen. Hildegard von Bingen war davon überzeugt, dass Diamanten, wenn sie in Wasser oder Wein gelegt werden und dieses Heilwasser dann getrunken wird, die Gelbsucht heilen können.

Bild: @ depositphotos.com / Elnur_

Ralf