Prasopal als Heilstein
Opale gehören im Allgemeinen zu den stimmungsaufhellenden Heilsteinen und genießen deshalb traditionell nicht nur als Schmuckstein eine weltweite Beliebtheit. Die höchsten Preise erzielt der Handel vor allem in asiatischen Ländern wie Japan, da dort Opale, neben grüner Jade, als ausgesprochene Glücksbringer gelten.
Begleiter bei seelischen Belastungen
Während Edelopale für eine intensive Lebensfreude mit allem Drum und Dran stehen, wirken "Gewöhnliche Opale" meistens etwas differenzierter auf Geist, Seele und Körper. So setzt die Steinheilkunde Prasopal hauptsächlich in Situationen ein, in denen Menschen unter Schuldgefühlen, depressiven Ängsten und verunsichernden Selbstzweifeln leiden.
Grün für die Seele
Prasopal und andere grüne Opale (Chloropal) können dabei helfen, sich von alten, seelischen Belastungen zu befreien, damit sich das eigene Leben endlich zwangloser gestalten lässt. Grüne Opale sind deshalb ideal als Therapiebegleiter, wenn man sich mit seinem verbalen Ausdruck schwer tut. Mit einem Prasopal-Anhänger zwischen Herz- und Hals-Chakra kann es leichter fallen, sich alle Belastungen von der Seele zu sprechen (Gesprächstherapie). So kann sich eine lähmende seelische Erschöpfung mit der Zeit verflüchtigen.
Zwanglosigkeit, Leichtigkeit und eine Gegenanzeige!
Opale sollen ihre Wirkung allein schon durch ein meditatives Betrachten erlebbar machen, sodass sich danach eine deutliche Erleichterung einstellen kann. In der therapeutischen Anwendung wird er auf entsprechende Körperregionen aufgelegt oder längere Zeit mit Hautkontakt am Körper getragen. Wenn sich allerdings neben einem zwanglosen Lebensgefühl und Fröhlichkeit auch noch eine gewisse Unentschlossenheit und zerstreute Unbekümmertheit einschleicht, sollte man eine "Opal-Pause" einlegen.
Grundsätzlich sind Opale weniger geeignet für ein flatterhaftes, unzuverlässiges Naturell, das eher etwas mehr Stabilität und Ernsthaftigkeit benötigt. Ein "Zuviel" an unbekümmerter Leichtigkeit kann eine sinnvolle Bodenhaftung vertreiben, denn ein Mensch braucht nicht nur "Flügel", sondern auch "Wurzeln", um im Leben Balance zu finden.
Körperliches Wohl im grünen Bereich
Allgemein wirken sich viele grüne Heilsteine positiv auf die Funktion der Leber, und somit auch auf die Entgiftung des Körpers aus. Dementsprechend soll Prasopal eine Stärkung von Leber und Nieren initiieren, was sich schließlich auch auf die entgiftende Reinigung der Körperflüssigkeiten auswirken kann. Besonders bei rheumatischen Beschwerden soll Prasopal deshalb offenbar lindernd sein.
Nickel - metallischer Mineralstoff und Allergen
In der Steinheilkunde sind die unterschiedlichen Zusammensetzungen der verschiedenen Heilsteine das zentrale Thema. Je nach vorhandenen Mineralstoffen zeigen sich auch entsprechende therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten.
Die Wirkung von Nickel in der Steinheilkunde
Da Prasopal durch seinen Nickelgehalt maßgeblich geprägt ist, muss man auch die Auswirkung dieses metallischen Mineralstoffes genauer betrachten. Nickel hat hier nämlich nicht nur einen Einfluss auf die charakteristische Grünfärbung, sondern ist auch in der Steinheilkunde für das oben erwähnte therapeutische Wirkspektrum verantwortlich...
So soll metallisches Nickel (Ni) die Lebertätigkeit, und damit die Entgiftung des Körpers fördern. Seelisch wirkt das chemische Element ebenfalls reinigend, indem es dabei helfen kann, belastende Erlebnisse und Bilder endlich loszulassen. Außerdem sollen sich Alpträume, Gereiztheit und ängstliche Traurigkeit in der "Nickel-Aura" langsam verabschieden und auflösen.
Das Kontaktallergen "Nickel"
Auch wenn die Steinheilkunde die positiven Auswirkungen des metallischen Elements "Nickel" hervorhebt, so ist dieses "Halbmetall" allerdings ebenso der Hauptauslöser von Kontaktallergien auf der Haut. Ein erhöhter Nickelgehalt im Trinkwasser und in der Atemluft hat inzwischen allein in Deutschland zu einer Sensibilisierung von etwa 10 % der Kinder geführt. Betroffen sind bis zu 4,5 Millionen Menschen, die bei einem erneuten Nickel-Kontakt mit Allergien rechnen müssen. Deshalb hat die Gesetzgebung mit Richtwerten reagiert, sodass Metalle oder Legierungen, die Hautkontakt haben, wie beispielsweise vernickelte Schmuckstücke oder Brillen, kaum noch vorkommen. Trotzdem ist vor allem bei importierter Ware Vorsicht geboten.
Gesundheitliche Risiken
Nickelverbindungen werden allgemein als krebserregend eingestuft, außerdem können Veränderungen des Erbguts auftreten, die nicht zuletzt auch die Fortpflanzung gefährden. Aus diesen Gründen lehnt auch die Steinheilkunde eine innerliche Anwendung deutlich ab.
Metallisches Nickel kommt allerdings auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wie beispielsweise Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte (Soja) und Kakaopulver (Schokolade) sowie einige Gemüse- (Karotten, Spargel...) und Obstsorten (Bananen, Pflaumen...). Aber auch Metall-Konserven, Meeresfrüchte, Innereien (Leber) und Genussmittel (Tabak und Tabakrauch) zeigen oft hohe Nickelwerte.
Deren tolerierte Höchstwerte regelt die "Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit" (EFSA). Demnach stuft man die Toleranz-Menge an Nickelzufuhr täglich (TDI) bei 2,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich ein. Das sind umgerechnet nur 0,0028 Milligramm!
Nach österreichischen Studien kann ein Glas Soja-Drink (auch in Bio-Qualität), mit einem Nickelgehalt von bis zu 0,6 Milligramm pro Liter, die Tagestoleranz-Grenze schnell bei weitem überschreiten.
Nickel-Bedarf der Industrie
Die industrielle Nickel-Gewinnung und der Einsatz von anorganischen Nickelverbindungen in vielen industriellen Prozessen und Produkten stellt ein wachsendes, gesundheitliches Risiko dar. Allerdings ist Nickel in vielerlei Hinsicht manchmal unerlässlich. Als Rostschutz findet man es beispielsweise in Edelstahl, Permanent-Magneten, wiederaufladbaren Batterien, Münzen, Gitarrensaiten und als Katalysator in der Chemieindustrie.
Nickel im alltäglichen Gebrauch
Bis heute sind Nickellegierungen immer noch in Modeschmuck, Metallknöpfen und Reißverschlüssen (z. B. Jeansbekleidung), medizinischen Implantaten und Materialien für Zahnersatz, sowie Handys und Kosmetika zu finden.
Vor allem durch das Einatmen von nickelhaltigen Feinstäuben und Tabakrauch nehmen schwere Atemwegs- und Lungenerkrankungen immer weiter zu. Aber auch der steigende Nickelgehalt im Trinkwasser und in der Nahrungskette gibt Anlass zur Sorge.
Fazit
Nickelhaltige Heilsteine wie Prasopal sollten auf gar keinem Fall zur Herstellung von Trinkwasser benutzt werden. Bei bekannter Sensibilisierung oder eindeutiger Nickel-Hautallergie sollte man außerdem vorsichtshalber auf die Anwendung nickelhaltiger Heilsteine verzichten.
Allerdings kann man eine hautkontaktlose, meditative Betrachtung in Erwägung ziehen, wenn sich beispielsweise ein Prasopal-Exemplar ins eigene Leben "eingeschlichen" hat und besonders gut gefällt. Denn auch auf diesem Wege können sich positive Reaktionen im seelisch-geistigen Bereich zeigen.