Rhodochrosit - ein moderner Heilstein
Der altbekannte "Mangan"- oder "Himbeerspat" steht in der modernen Steinheilkunde heute für eine überschwängliche Lebensfreude und energievolle, erotische Begegnungen. Obwohl seine Synonyme beweisen, dass er der Menschheit nicht erst seit diesem Jahrhundert bekannt ist, fehlen jegliche Hinweise einer traditionellen Verwendung als Heilstein. Somit sind alle Angaben diesbezüglich Beobachtungen und Erfahrungen der nahen Vergangenheit.
Leicht beschwingt in den Tag
Die moderne Steinheilkunde betont vor allem die enorm stimmungsaufhellende Wirkung des Rhodochrosits, die auch körperlich die Arbeitsfreude, und dadurch ebenso die mentale Leistungsfähigkeit anregen kann. Da dieser Heilstein jedoch zusätzlich ein sehr intensives Fühlen ermöglicht, spürt man ganz genau, wenn es Zeit für eine regenerierende Ruhepause in geschützter Umgebung ist.
Oft liegt die Aufmerksamkeit auf abenteuerlustigen Vergnügungen, die aber immer mit allumfassender Liebe verbunden sind. Da Rhodochrosit die menschliche Aura zum strahlen bringen kann, bleibt auch dem Umfeld die schwungvolle, fröhliche Leichtigkeit und deutlich spürbare Sinnlichkeit dieser Atmosphäre nicht verborgen. Wer also im Leben mehr tanzen als kämpfen möchte, sollte Rhodochrosit bei sich tragen und jeden Tag mit spontanen Liebesgefühlen fluten.
Wach und dynamisch
Da Rhodochrosit den Blutdruck erhöhen (Nicht bei Bluthochdruck verwenden!) und dadurch den Kreislauf in Schwung bringen kann, erlebt auch der Geist eine ideenbringende Klarheit, die umgesetzt werden will. Voller Energie kann man an die Arbeit gehen und ohne körperliche Hemmnisse bis zur Vollendung auch durchhalten. Außerdem soll dieser Heilstein die Nieren und Keimdrüsen anregen sowie die Blutgefäße elastisch halten. Doch in der heutigen Zeit ist vor allem der Einsatz bei Migräne und oft damit verbundenen Unterleibsbeschwerden von Interesse.
Volkskrankheit "Migräne"
Körperlich soll Rhodochrosit besonders bei Migräne-Anfällen schnelle Linderung bringen, wenn man den Heilstein im Bereich des verlängerten Rückenmarks (Nachhirn oder Medulla Oblongata) am Hinterkopf auflegt. Manche kleinere Trommelsteine passen sogar perfekt in die empfindliche Kuhle am Ende der Halswirbelsäule (Atlas-Wirbel), sodass man sie dort mit einem Kopftuch für eine längere Zeit platzieren kann, wenn sich wieder Migräne ankündigt. Manche Betroffene legen ihren Heilstein vor der Anwendung auch kurz in den Kühlschrank, um die Wirkung zu verbessern.
Wer regelmäßig unter leichteren Kopfschmerzen leidet, sollte Rhodochrosit unbedingt austesten, um mit der Zeit schädliche Schmerzmittel zu reduzieren. Manchmal entstehen allerdings auch Kopfschmerzen durch zu hohen Blutdruck, in diesem Fall sollte man auf Rhodochrosit jedoch verzichten.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht
Das oben Erwähnte klingt natürlich sehr hoffnungsvoll für alle Migräne-Patienten. Da die schmerzhafte, oft immer wiederkehrende Erkrankung sehr vielschichtig ist, kann man sich jedoch glücklich schätzen, wenn ein kleiner Heilstein tatsächlich seine Wirkung zeigt. Auch wenn sich die medizinische Wissenschaft inzwischen schon einige Jahrzehnte mit diesem Schmerz-Phänomen beschäftigt, so sind noch lange nicht alle möglichen Ursachen gänzlich erforscht.
Psychosomatische Faktoren wie Stress und andere emotionale Belastungen spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Ernährung und allgemeine Lebensführung (Sport, Biorhythmus, Schlafhygiene, Drogengebrauch...). Außerdem ist eine epigenetische Veranlagung für schwere Anfälle von Migräne möglich. Dann sollte man unbedingt mehrgleisig fahren und zusätzlich Rhodochrosit therapiebegleitend als Heilstein austesten. Denn selbst eine Reduzierung der bisher benötigten Schmerzmittel ist schon ein Fortschritt.
Therapiebegleitende Ursachenforschung
Bei der Komplexität dieser Erkrankung kann ein Heilstein nur ein hilfreiches Werkzeug sein, das ohne die nötige Ruhe und Selbstreflexion auf Dauer nicht viel ausrichten kann. Auch Rhodochrosit ist schließlich kein chemisches Schmerzmittel, das die informationsleitende Nerventätigkeit temporär betäuben und ausblenden kann. Ohne gleichzeitige Ursachenforschung entsteht mit der Zeit einfach nur eine Abhängigkeit, die auch die Dosierung der jeweiligen Präparate immer weiter in die Höhe treibt... Gut für die Pharmaindustrie und Apotheken, aber schlecht für den menschlichen Körper!
Hautkontakt in der Anwendung
Mehr Leichtigkeit im Fühlen und Denken kann Beschwerden reduzieren oder gar vertreiben, wenn psychosomatische Ursachen dahinterstehen. Genau hier setzt die Schwingung des Rhodochrosits an. Für eine therapiebegleitende Anwendung sollte man gebohrte Trommelsteine immer direkt auf der Haut tragen. Dabei bietet sich das Herz-Chakra für eher rosafarbene Exemplare an, um depressive Stimmungen zu vertreiben. Intensivere Rottöne können jedoch das Herz mit zu viel Energie fluten, deshalb sollten sensible Personen bei Pink und Himbeerrot auf das Wurzel- oder Sakral-Chakra ausweichen. Dort ist mehr Power erwünscht und ein längeres Band hält den Rhodochrosit unter der Kleidung an seinem Platz.
Die Verwendung des Rhodochrosits
Traditionell ist Rhodochrosit bis heute ein wichtiger Rohstoff für die Gewinnung von Mangan, da er teilweise fast 50 % Mangan-Anteile aufweisen kann. Hauptabnehmer ist hier die Stahlindustrie, die Mangan für bestimmte Legierungen benötigt. Außerdem ist es ein wichtiges Spurenelement, das für verschiedene Körperfunktionen sowie den Erhalt von Knochen und Knorpel gebraucht wird. Mangan kommt beispielsweise in Haferflocken, grünem Gemüse und Tomaten vor.
Schmuckstein, Sammelobjekt und Verwechslungen
In der Schmuckbranche erscheint Rhodochrosit seit Mitte des letzten Jahrhunderts vor allem in Form von geschliffenen Cabochons, Kugelketten und Trommelstein-Anhängern. Sehr selten sind klare Kristalle, die durch einen Edelstein-Schliff gewürdigt werden. Dann ist jedoch je nach farblicher Erscheinung die Verwechslungsgefahr mit Pink- oder Feueropal, rotem Turmalin oder Rosenquarz recht groß.
Auch der inzwischen bekannte Handschmeichler ist heute eine gängige Erscheinungsform auf dem Markt. Dafür eignet sich dichter, derber und auch gebänderter Rhodochrosit. Undurchsichtige Exemplare kann man hier oberflächlich betrachtet mit rosafarbenem Mangan-Calcit oder Rhodonit (mit schwacher Farbe und ohne schwarze Einschlüsse) verwechseln. Allerdings ist eine klare Bestimmung über die Mohshärte (Rhodonit bis 6,5), bzw. Dichte (Calcit 2,71) leicht möglich.
Besonders attraktive Kristallstufen aus Südafrika sind hingegen begehrte Sammelobjekte, ebenso wie die einzigartigen Kristallisationen verschiedener Wachstumszyklen aus Argentinien.
Bestimmungsmerkmale des Rhodochrosits
Um Verwechslungen auszuschließen, muss man immer wieder auf mineralogisch-gemmologische Untersuchungen zurückgreifen. Wie oben schon erwähnt kann ein seltener klarer Rhodonit-Kristall im geschliffenen Zustand an andere Schmuck- und Edelsteine erinnern. Doch meistens scheiden sich schon bei der Härte oder Dichte die "steinernen Geister".
Farbgebend ist zwar der Mangan-Gehalt, allerdings entscheidet die Größe der Kristalle und Aggregat-Körnung über die Intensität des Rottons, nicht die Menge. So gilt, je größer desto dunkler die Färbung!
Mohshärte, Dichte & Co.
Rhodochrosit besitzt eine recht niedere Mohshärte von 4, die ihn klar von Feueropal (bis 6), rosafarbenem Turmalin (bis 7,5), Rosenquarz (7) und Rhodonit (bis 6,5) unterscheidet. Auch seine Dichte von 3,3 bis 3,7 und die weiße Strichfarbe trägt zur Unterscheidung möglicher Verwechslungskandidaten bei. Die Spaltbarkeit des Rhodochrosits ist vollkommen und die Bruchstellen zeigen eine unebene Oberfläche. Die selten durchsichtige, meistens aber undurchsichtige Transparenz wird durch Glasglanz sowie an den Spaltflächen durch Perlmuttglanz unterstützt.