Pyrop für Krisenzeiten
Das Streben nach Verbesserung liegt den meisten Menschen im Blut. Man schaut um sich und entdeckt Schwachstellen bei sich selbst und kritische Lebensumstände, die alles andere als Glücksgefühle hervorrufen. Das können im besten Falle Kleinigkeiten sein, sodass man im Vergleich zu anderen auf hohem Niveau jammert. Doch manchmal erschüttern auch echte Katastrophen unser Leben und stürzen uns in eine lähmende Sinnkrise. Dann ist manchmal professionelle Hilfe notwendig, vor allem wenn man schon Jahre gegen widrige Bedingungen wie Erkrankungen oder materielle Armut ankämpfen muss.
Energie für schwere Zeiten
In diesen Zeiten kann die rote Varietät des Granats eine wahre Unterstützung sein, um nicht völlig zu verzweifeln. Wie sich im Laufe der Zeit gezeigt hat, kann Pyrop tatsächlich eine mutige Ausdauer verstärken, wenn man ihn regelmäßig im Bereich des Schambeins auflegt. Menschen mit chronischer Erschöpfung profitieren energetisch, wenn sie diesen Heilstein mit einem sehr langen Band weit unterhalb des Nabels direkt auf der Haut tragen.
Gelassene Bewältigung
Pyrop hat zwei gegensätzlich wirkende Seiten, so zumindest scheint es. Zum einen fördert er eine nicht unbedeutende Gelassenheit in allen Lebensbereichen, und zum anderen stärkt er eine kühn wirkende Ausdauer, die auch bei aussichtslos erscheinenden Umständen nicht locker lässt. Der Wunsch nach einer Überwindung der Krise und Verbesserung der Lebensqualität ist dabei so groß, dass man unermüdlich weiter an einer hoffnungsvollen Gegenwart und Zukunft arbeitet.
Mutig Hemmungen fallen lassen
Dass in Krisenzeiten unnötige Hemmungen nur hinderlich sind, wird mit Pyrop an der Seite schnell erkannt. So kann dieser Granat auch bei psychosomatisch verursachten sexuellen Problemen weiterhelfen. Da er die Durchblutung anregen soll, kann man diesbezüglich eigene Experimente tätigen. Ein dauerhaftes Tragen mit Hautkontakt auf dem Unterbauch ist hier ratsam.
Die Pyrop-Varietät "Rhodolith"
Einige der Granat-Varietäten besitzen ihrerseits weitere "Unterarten". Dazu gehören Andradit, Grossular und Pyrop. Während die beiden ersten Varietäten vier bzw. drei "Unterabteilungen" besitzen, hat Pyrop nur eine. Der seltene Rhodolith stammt meistens aus Argentinien, Indien oder Sri Lanka und zeigt oft ein bläuliches Rot oder Dunkel- bis Rosarot.
Rhodolith als Heilstein
In der Steinheilkunde hat auch der Pyrop-Almandin-Mischkristall "Rhodolith" einen festen Platz. Seine Wirkung ist gegenüber dem reinen Krisenstein "Pyrop" noch um eine charismatische Komponente erweitert. Hier kann sich eine zuversichtliche Lebenslust und Herzlichkeit entwickeln, die weit über das bloße Durchhalten und Überwinden von Hindernissen hinausgeht.
Sinnliche Erfahrungen
Rhodolith gehört zu den "sinnlichsten" Heilsteinen, die eine steinerne Welt zu bieten hat. Ähnlich wie beispielsweise Feueropal, Rubin oder Thulit kann er sexuelle Hemmschwellen ziemlich herabsetzen, sodass einer erotischen Begegnung nicht mehr allzu viel im Wege steht. Ein vertrauensvoller Optimismus stellt sich gelassener und hoffnungsvoll den Unannehmlichkeiten des Lebens und lässt den Genuss von gesteigerten Sinnesfreuden nicht außer Acht.
Körperlich soll Rhodolith dementsprechend die Durchblutung verbessern, den Kreislauf stärken und den Stoffwechsel anregen.
Wie entsteht Pyrop?
In sehr großer Erdtiefe kann sich Pyrop unter hohem Druck tertiäre bei der Entstehung von metamorphen Gesteinen bilden. Deshalb findet man diesen traditionellen Heilstein in Tiefengesteinen, wie beispielsweise Peridotit oder Eklogit, aber auch in vulkanischen Gesteinen, wie Kimberlit oder Basalt-Brekzien. Durch Vulkaneruptionen werden diese schließlich an die Erdoberfläche transportiert.
Die Granat-Varietät "Pyrop" kommt oft aus Tschechien und den europäischen Alpen. Aber auch Exemplare aus den USA, Argentinien, Madagaskar, Ostafrika, Russland, China oder Australien sind auf dem Markt zu finden.
Mineralklasse und Kristallsystem
Allgemein gehört die ganze Granat-Familie in die Mineralklasse der Insel-Silikate, wobei Pyrop zusammen mit beispielsweise Almandin, Andradit, Calderit, Eringait, Goldmanit, Grossular, Knorringit, Morimotoit, Majorit, Momoiit, Spessartin und Uwarowit die Granat-Obergruppe bildet. Die einzige Pyrop-Untervarietät ist ein Mischkristall aus Pyrop und Almandin, der den Namen "Rhodolith" trägt.
Chemische Zusammensetzung
Man kann im Magnesium (Mg) - Aluminium (Al) -Silikat (SiO) "Pyrop" neben Eisen (Fe) noch eine Vielzahl weiterer Einlagerungen nachweisen. Während die Untergruppe "Rhodolith" zusätzlich oft nur das chemische Element "Titan" (Ti) beinhaltet, können bei Pyrop im Allgemeinen außerdem beispielsweise Spuren von Chrom (Cr), Kalium (K), Natrium (Na), Nickel (Ni) oder Vanadium (V) vorkommen.
Mischkristalle der Granat-Gruppe
Da die Natur sich bekanntlich jedoch nicht immer exakt an die menschengemachten Regeln hält, kommen neben der Granat-Obergruppe und deren Unter-Varietäten außerdem noch zwei Mischkristall-Reihen vor. Diese setzen sich aus den jeweiligen Granat-Varietäten zusammen, wobei Pyrop, Almandin und Spessartit die Endglieder in der sogenannten "Pyralspit-Reihe" bilden. So kommt auch Pyrop je nach Fundort in unterschiedlichen Mischverhältnissen daher, was eine genaue Bestimmung innerhalb der Granat-Familie oft nicht so einfach macht. Nicht selten ist eine intensive, mineralogische Untersuchung im Labor nötig.
Zwei mögliche Kristallformen
Wie alle Granate (seltene Ausnahme ist der tetragonale Henritermierit) kristallisiert auch Pyrop im "Kubischen Kristallsystem". Dabei kommt er meistens in zwei Kristallformen vor. Die erste Form besitzt als "Rhomben-Dodekaeder" 12 rautenförmige Flächen, während der komplexerer "Ikositetraeder" sogar 24 drachenförmige Flächen zeigt. Eine Bildung von Kristallen in Würfel- oder Oktaeder-Form ist dagegen allgemein bei Granaten extrem selten.
Meistens sind die körnig ausgebildeten, isometrischen Pyrop-Kristalle mit dem Muttergestein zu kantigen Aggregaten verwachsen. Da Granat-Kristalle oft in kleinen, natürlich abgerundeten Körnerformen auftreten, hat sich die traditionelle Bezeichnung aus dem lateinischen "granum" für "Korn" entwickelt. So bezieht sich "Granat" ("der Körnige") auf die Form (vgl. Granatapfel-Kerne) und nicht auf die Farbe. Die Verbindung mit der Farbe "Granat = Rot" ist erst später entstanden.
Pyrop-Merkmale
Sein Name hat griechische Wurzeln und ist von "pyropos" für "feurig" abgeleitet. Auch wenn tatsächlich einige Pyrope eine rotfeurige Farbe zeigen, so können doch auch andere Rottöne von Rosa bis fast Schwarzrot vorkommen. In reiner Form ist das Magnesium-Aluminium-Silikat "Pyrop" eigentlich farblos und erhält nur durch die Einlagerung von Eisen (Fe) statt Magnesium (Mg) seine rötliche bis bräunliche Färbung.
Doch diese farblose Variante kommt normalerweise nicht so häufig vor. Ein Beispiel sind Funde in den seltenen Weißschiefern des Dora-Maira-Massivs der italienischen Alpen.
Bestimmungsmerkmale
Neben der Erscheinungsfarbe, die nicht immer ein klares Erkennungsmerkmal ist, gibt es zur genaueren Bestimmung noch andere Kriterien. Dazu gehört die Strichfarbe, die bei Pyrop, wie bei allen Granaten, weiß ist. (Allerdings keine Regel ohne Ausnahme! Melanit zeigt hellbraun.)
Härte, Transparenz und Glanz
Mit einer hohen Mohshärte von 7 bis 7,5 und durchsichtigen bis durchscheinenden Transparenz erreicht Pyrop im Allgemeinen einen Edelstein-Status. Da die meisten Exemplare jedoch innere Risse aufweisen, sind größere, schleifwürdige Qualitäten nicht so leicht zu finden. Je nach Oberflächenbeschaffenheit ist Pyrop matt oder zeigt einen attraktiven Glasglanz.
Dichte und Spaltbarkeit
Die Dichte des Pyrops liegt mit 3,5 bis fast 3,6 im unteren Bereich der Granat-Möglichkeit, die bis zu 4,3 reichen kann. Diese Granat-Varietät besitzt keine Spaltbarkeit und zeigt einen muscheligen und splitterigen Bruch.